HSG erzwingt den Derbysieg

HSG erzwingt den Derbysieg

Nach einer kämpferisch starken Leistung gewinnt der Zweitligist gegen den Bergischen HC 26:24.

Düsseldorf. Immer wieder zuckten die Becker-Fäuste, der Triumph wurde hinausgeschrieen. Die HSG Düsseldorf meldete sich in der 2.Handball-Bundesliga Süd mit einem eindrucksvollen Sieg gegen den Bergischen HC zurück und macht deutlich, dass der Kampf um die Rückkehr ins Oberhaus längst nicht abgehakt ist. "Wenn wir unser Spiel bis zum Ende durchgezogen hätten, wäre ein anderes Ergebnis herausgekommen", erklärte HSG-Trainer Ronny Rogawska nach dem für die Gäste schmeichelhaften 26:24.

Während Stephan Adam, der Manager des Bergischen HC, vom "mit Abstand schlechtesten Auftritt" seiner Mannschaft in dieser Saison sprach, ließen die Düsseldorfer von Anfang an keinen Zweifel an ihrem Willen aufkommen. "Wir haben diesmal unsere Emotionen ausgelebt. Das war uns zuletzt etwas abgegangen", erklärte HSG-Torwart Matthias Puhle. Während die Bergischen sich jedes Tor hart erkämpfen mussten, gelang den Düsseldorfern fast alles, weil kaum Fehler gemacht wurden und alle prächtig harmonierten.

Ein Sonderlob des Trainers erhielt Daniel Brack, der sein bislang bestes Spiel im HSG-Trikot zeigte. "Wir waren nach zuletzt drei Niederlagen in Folge verunsichert", sagte der Rückraumspieler. "Deshalb war der Sieg so wichtig. Die 6:0-Deckung der Gäste kam uns aber auch sehr entgegen."

Auch über die Außen lief es prächtig, wobei einige klare Chancen bei Gegenstößen sogar noch ausgelassen wurden, weil HC-Torwart Jan Stochl mit Abstand der beste Bergiche war. "Wir waren gut vorbereitet und haben schönen Handball gezeigt", sagte Florian von Gruchalla. Der Rechtaußen der Düsseldorfer gab zu, dass man sich als Zuschauer nur schwer vorstellen könne, warum man nach so einer Leistung zuvor so schlecht ausgesehen habe.

Aber das Derby vor 1847 Zuschauern war natürlich etwas besonderes. Und nach 52 Minuten sah es so aus, als würde es auch vom Ergebnis her eine klare Packung für die Gäste werden. Doch nach dem 26:18 wurde in der Schlussphase nicht nur das vielleicht zu sichere Gefühl des Sieges deutlich, sondern auch, dass die HSG mit ihreren Kräften haushalten muss.

"Trotzdem gibt der Sieg Selbstvertrauen, und wir müssen darauf aufbauen", sagte der HSG-Halbrechte Jan-Henrik Behrends. Bei der gezeigten Einstellung sollte es den Fans der HSG nicht bange sein, wenn ihr Team am nächsten Samstag in Bittenfeld antritt. Denn so wie die HSG spielt ein Aufstiegsfavorit.