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Die verzweifelte Suche nach einem Linkshänder

Die verzweifelte Suche nach einem Linkshänder

Die schwere Verletzung von Jan Henrik Behrends hat die HSG Düsseldorf geschockt.

Düsseldorf. Einen sportlichen Wunschzettel will Trainer Goran Suton zwar nicht ausfüllen, aber der Trainer der HSG Düsseldorf wünscht sich, dass seine Spieler gesund bleiben. "Wir hatten in diesem Jahr genügend Rückschläge. Zuerst der Kreuzbandriss bei Andrej Kurtschew und dann die gleiche schwere Verletzung bei Jan Henrik Behrends. So etwas habe ich noch nie bei einer Mannschaft erlebt. Der rechte Rückraum ist wohl mit einem Fluch behaftet", sagt Suton.

Ein Linkshänder wird also erneut dringend gesucht. Aber die wachsen besonders im Fall der HSG nicht auf den Bäumen. Einerseits muss er dem abstiegsgefährdeten Club weiterhelfen, andererseits sollte der Vertrag des neuen Spielers nur bis zum Saisonende laufen. Da wird es schwer, einen Torjäger zu finden, der dem Aufsteiger weiterhilft.

Eine Alternative wäre ein Leihgeschäft mit einem anderen Verein. Bei der SG Flensburg-Handewitt hatte die HSG schon einmal vor der Behrends-Verpflichtung angeklopft, als man Alexander Petersson haben wollte. Zu teuer hieß es vor einigen Wochen. Der 29-jährige Isländer hatte bereits von 2003 bis 2005 für Düsseldorf gespielt und war damals einer der Aufstiegshelden. Petersson ist für Manager Frank Flatten und Trainer Goran Suton gleichermaßen ein Wunschkandidat.

Weil Peterssons Vertrag im kommenden Jahr in Flensburg ausläuft und der isländische Nationalspieler in dieser Saison nicht wie gewohnt bei der SG zum Zug kommt, wäre ein Leihgeschäft denkbar. Immer vorausgesetzt, dass es finanziell machbar ist. "Wir werden nicht irgendeinen Spieler verpflichten. Einfach wird es aber nicht. Minden, Balingen oder Hannover sind auch auf der Suche nach Verstärkungen", sagt Suton.

"Vorrangig ist jetzt unser Heimspiel am Samstag gegen Melsungen." Für beide Mannschaften steht einiges auf dem Spiel. Zumal der Gegner nach schlechtem Saisonstart mit 8:20-Punkten auf Rang 13 liegt und ebenfalls in Abstiegsgefahr schwebt. Die HSG als 17. will endlich den dritten Saisonsieg landen, um nicht den Anschluss auf die Nichtabstiegsplätze zu verlieren.

"Melsungen gehört von der Besetzung her zu den stärkeren Mannschaften, nicht in die Abstiegszone", sagt Suton. "Die Mannschaft hat im DFB-Pokal beim 31:36 gegen Flensburg eine starke Leistung abgeliefert, obwohl einige wichtige Spieler gefehlt haben. Wir müssen die Verletzung von Behrends irgendwie kompensieren. Jeder muss für jeden einspringen, nur so haben wir eine Siegchance."