„Den Druck kennen wir“

„Den Druck kennen wir“

HSG-Trainer Goran Suton kann im wichtigen Spiel gegen Balingen-Weilstetten Neuzugang Jan-Henrik Behrends einsetzen.

Düsseldorf. Auf Erfolgsdruck haben die Handballer der HSG in der jüngeren Vergangenheit und auch in der Anfangsphase dieser Spielzeit mit Verkrampfung und enttäuschenden Leistungen reagiert.

Doch in der Handball-Bundesliga kann es sich keine Mannschaft im unteren Tabellen-Drittel leisten, auch nur einen Punkt zu "verschenken". Denn jeder Zähler könnte am Ende über die Zugehörigkeit zur besten Handball-Liga der Welt entscheiden. Die HSG empfängt am Samstag (15 Uhr) Balingen-Weilstetten im Castello und muss gewinnen. Da sind sich Manager Frank Flatten und Trainer Goran Suton einig.

"Den Druck kennen wir von Anfang an", sagt der HSG-Trainer. "Und wir können ihn derzeit nicht verringern, sondern nur lernen, besser damit umzugehen." Der Mannschaft sei jedenfalls bewusst, wie wichtig dieses Spiel sei, sagt Suton. "Sie wird alles in die Waagschale werfen." Das bestätigt der Kapitän mit einer klaren Aussage: "Wir wollen die beiden Punkte in Düsseldorf behalten", sagt Michael Hegemann. "Natürlich wäre es schön, wenn uns unsere Fans wieder so zahlreich und lautstark wie bei den letzten Heimspielen unterstützen."

Wie die HSG-Handballer den dritten Heimsieg der Saison außer mit großem Kampfgeist einfahren wollen, bleibt aber noch ein Geheimnis. Denn eine taktische Marschrichtung wollte Suton nicht verraten. "Wir können und wollen das Spiel nicht im Detail vorplanen", sagt Suton, der einen taktisch variablen Gegner erwartet. Immerhin verriet er, dass dem Debüt von Nationalspieler Jan-Henrik Behrends im HSG-Dress nichts im Wege steht. Der 30-jährige Halbrechte, der am Montag offiziell vorgestellt worden war, ist schnell integriert worden.

"Seine Art und der Wille der Mannschaft, sofort auf ihn zuzugehen, wird sich auszahlen", sagt Suton, der offensichtlich untertrieb als er sagte: "Ich hoffe darauf, dass er uns zumindest eine Viertelstunde gegen Balingen helfen kann." Behrends, der am Samstag mit der Nummer 27 aufläuft, ist auch für den Trainer ein Hoffnungsträger. Mit einer Kiste Bier hat sich Behrends zu seinem Trainings-Einstand schon beliebt gemacht. Jetzt will er dies auch bei den Fans mit einem engagierten und möglichst erfolgreichen Spiel erreichen. Bis auf den Langzeitverletzten Andrej Kurtschew kann Suton in Bestbesetzung antreten.

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