Coric, Bahn und Oelze verlassen Handball-Zweitligisten Rhein Vikings

2. Handball-Bundesliga : Ausverkauf bei den Rhein Vikings geht weiter

Teo Coric, Thomas Bahn und Alexander Oelze verlassen den Klub mit sofortiger Wirkung.

Noch vor dem ersten Heimspiel des Jahres 2019 gab Zweitliga-Schlusslicht HC Rhein Vikings am Mittwoch drei weitere Abgänge bekannt. Die Verträge von Kreisläufer Teo Coric und den beiden Rückraumakteuren Thomas Bahn sowie Alexander Oelze wurden mit sofortiger Wirkung aufgelöst. „Ich hoffe, dass dies die letzten Abgänge waren“, sagte Vikings-Geschäftsführer Daniel Pankofer nach dem Abgang der drei erfahrenen Kräfte. Teo Coric wechselt zum mazedonischen Klub HC Metalurg Skopje, Thomas Bahn und Alexander Oelze, der mit 114 Toren in 21 Spielen erfolgreichster Torschütze der Vikings ist, schließen sich Nordrheinligist SG Ratingen an.

„Die Spieler haben sich stets in den Dienst der Mannschaft gestellt und kamen nach Bekanntgabe der Insolvenz in offenen Gesprächen zu uns. Die momentane Lage hat sie verunsichert, hier geht es für die Spieler um mehr als nur den Sport. Ich habe absolutes Verständnis für diese Entscheidung und bin, auch wenn es für den Verein ein großer Verlust ist, froh, dass die Spieler anderweitig untergekommen sind“, sagte Pankofer.

Juniorenspieler sollen Kader gegen Emsdetten auffüllen

Am Samstagabend empfangen die Rhein Vikings um 19 Uhr den TV Emsdetten im Reisholzer Castello. Die durch den Abgang von Coric, Bahn und Oelze entstandenen Lücken werden durch Spieler aus der eigenen Jugend aufgefüllt. „Jörg Bohrmann schaut sich einige Spieler aus der A- und B-Jugend an und wird sie nach Bedarf hinzunehmen“, berichtet Pankofer. „Es ist keine Selbstverständlichkeit, ein Zweitligaspiel zu absolvieren. Dies ist für die Nachwuchsspieler eine tolle Möglichkeit sich auf einer höherklassiger Bühne zu präsentieren.“

Für die Rhein Vikings geht es in den verbleibenden 17 Zweitliga-Spielen nur darum, sich auf die Spielzeit 2019/20 vorzubereiten und wieder ins ruhige Fahrwasser zu gelangen. Gespannt darf man darauf sein, wie viele Zuschauer den Weg am Samstagabend noch ins Castello finden werden.

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