Angeschlagener HSG ist zum Siegen verdammt

Angeschlagener HSG ist zum Siegen verdammt

Der Zweitligist tritt in Coburg an. Florian von Gruchalla zog sich eine Platzwunde zu.

Düsseldorf. Es passierte beim Training und ist für die augenblickliche Situation bei der HSG Düsseldorf bezeichnend. Die beiden Rechtsaußen Florian von Gruchalla und Nils Artmann prallten beim Kampf um den Ball mit den Köpfen zusammen. Es floss Blut, von Gruchalla zog sich eine Platzwunde an der Stirn zu, die mit fünf Stichen genäht werden musste. Die Fahrt zum Auswärtsspiel nach Coburg macht der 22-Jährige dennoch mit. Wie seine Mannschaftskollegen zeigt Florian von Gruchalla Kampfgeist, obwohl der Aufstieg in die erste Handball-Bundesliga nur noch theoretisch möglich ist. Auch Maximlian Weiß und Matthias Puhle (beide Schulterprobleme) sind angeschlagen, aber das komplette Team machte sich am Freitag im Mannschaftsbus auf den Weg mit Zwischenstopp im fränkischen Hirschaid. Die 31:32-Niederlage gegen Bittenfeld hat die HSG-Spieler sichtlich mitgenommen. „Es ist nicht wichtig, was unsere Gegner in den letzten Wochen gemacht haben, ob sie nun eine Siegesserie haben oder auch nicht. In dieser Liga ist jeder gefährlich, vor allem auswärts. Wir müssen uns voll und ganz auf uns konzentrieren“, sagt Trainer Ronny Rogawska.

Die frühe Anreise dient dazu, dass die Mannschaft besser vorbereitet ist, denn schließlich liegt Coburg fast 500 Kilometer entfernt in Nordbayern. Auch der scheidende Sportdirektor nimmt die Aufgabe der HSG in Coburg ernst. „Die Mannschaft muss von der ersten Minute Kampfeswillen zeigen und trotzdem mit dem Kopf agieren. Es zählen nur noch Siege, das haben wir den Spielern klar gemacht“, sagt Daniel Stephan.