Als Letzter haben die Vikings elf Punkte Abstand zum rettenden Ufer.

Handball 2. Bundesliga: In Coburg gibt es für den Letzten die nächste heftige Schlappe

Vikings verlieren beim Spitzenteam 21:37. Ohne Bozic, Kozlina und Pedragovic ist das Team zu schwach.

Durch eine 22:37 (10:16)-Pleite beim Tabellenzweiten HSC 2000 Coburg im ersten Spiel nach der WM-Pause hat sich der Abstand des HC Rhein Vikings auf den ersten Nichtabstiegsplatz, den nun der Handball Sport Verein Hamburg inne hat, auf insgesamt elf Zähler vergrößert.

Im Hinspiel konnten die Wikinger aus Neuss und Düsseldorf am 2. Spieltag dem von Jan Gorr trainierten HSC Coburg beim 25:25-Unentschieden völlig überraschend einen Zähler abknüpfen. Nach den personellen Veränderungen in der WM-Pause - Torhüter Vladimir Bozic (HBW Balingen-Weilstetten), Miladin Kozlina (Wilhelmshavener HV) und Srdjan Predragovic (HC Linz AG) verließen den finanziell angeschlagenen Verein – trat Coach Jörg Bohrmann in der mit 2159 Zuschauern gut gefüllten Coburger Arena mit einer stark verjüngten Mannschaft an.

Durch zwei Treffer ging der Außenseiter aus Neuss und Düsseldorf mit 2:0 in Führung. Allerdings schmolz der Vorsprung ganz schnell und der Gastgeber, der am Ende der Spielzeit 2018/2019 die Rückkehr in die Handball-Bundesliga feiern möchte, drehte die Partie zu seinen Gunsten. Ein 4:0-Lauf brachte die Gastgeber mit 4:2 in Front. Und diesen Vorsprung baute die Mannschaft von Jan Gorr, der einst unter Bundestrainer Martin Heuberger Co-Trainer der Deutschen Handball-Nationalmannschaft war, im ersten Durchgang kontinuierlich aus. Jörg Bohrmann war mit der Leistung seiner Mannschaft im zunehmenden Spielverlauf unzufrieden. Zur Halbzeit lagen die Rhein Vikings mit 10:16 im Hintertreffen.

In den letzten Minuten
gehen die Vikings dann richtig ein

Auch im zweiten Durchgang hatten die Vikings keine Chance gegen das Spitzenteam der 2. Handball-Bundesliga. Allerdings hielten die Gäste das Ergebnis bis zur 54. Minute noch in Grenzen, der HC lag nur mit 21:30 zurück. In den letzten sechs Minuten zelebrierten die Gastgeber mit ihren Fans einen 7:1-Lauf und feierten am Ende einen verdienten 37:22-Erfolg.

Vikings: Moldrup, Conrad – Gipperich (3), Hoße (1), Artmann, Pöter (2), Skorupa (3), Weis (1), Handschke (3), Bahn (1), Zwarg, Oelze (8/2), Görgen, Rutzki, Middell