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Rhein-Marathon: Mehr als 10 000 Läufer und 400 000 Zuschauer

Rhein-Marathon: Mehr als 10 000 Läufer und 400 000 Zuschauer

Renndirektor Winschermann finanziert sogar die Rekordprämien selbst vor.

Düsseldorf. Nur noch sechs Tage - dann gerät Düsseldorf wieder in einen sportlichen Ausnahmezustand, dann geht es wieder 42,197 Kilometer weit durch die Stadt auf beiden Seiten des Rheins: Es ist Marathon-Zeit.

Der fünfte Marathonlauf unter der Sponsorschaft der Metro AG (der siebte überhaupt) soll in diesem Jahr alle bisherigen Superlative übertreffen: weit über 10 000 Läufer, 400 000 Zuschauer - und auch neue Streckenrekorde bei den Männern.

Um besonders den sportlich so wertvollen wie wichtigen Männer-Rekord in Düsseldorf auf einen adäquaten Stand im internationalen Vergleich zu bringen, hat der 42-jährige Renn-Direktor Jan Winschermann auch in die Privat-Schatulle gegriffen und dafür eine persönliche Bankbürgschaft übernommen.

Wenn bei den Männern ein neuer Streckenrekord (bisher 2:09:47 Stunden/Belo Yator aus Kenia) herauskommt, dann muss Winschermann die Rekordprämie aus eigener Tasche "vorfinanzieren" und "auch die Antrittsprämien der verpflichteten Top-Läufer".

Winschermann legte gestern die Finanzen des Metro-Group Marathon offen, dessen Etat sich nunmehr auf 1,03 Millionen Euro zubewegt. "Darin nicht eingerechnet sind die Dienste, die wir von der Stadt und ihren Tochtergesellschaften kostenlos bekommen, aber ansonsten unser Budget ins Unbezahlbare gebracht hätten".

Winschermann denkt dabei an die Serviceleistungen von Sport- und Marketing-Agentur, Feuerwehr, der Stadtreinigung Awista und auch aus anderen städtischen Ämtern, ohne die ein solches "Giga-Event" in Düsseldorf nicht möglich wäre.

Im Gegensatz zu anderen Frühjahrs-Marathonläufen kann Düsseldorf noch immer mit steigenden Teilnehmerzahlen beim "vollen Marathon" aufwarten. In diesem Jahr sind es 400 Läufer mehr, die sich angemeldet haben.

Etwa 3800 Läufer werden die Strecke unter die Füße nehmen, dazu kommen noch 5600 Läufer in den Staffeln. Hier hätten die Organisatoren gerne noch 200 weitere Teams mitlaufen lassen, was aber aus organisatorischen wie Sicherheitsgründen derzeit in Düsseldorf nicht machbar ist.