1. NRW
  2. Düsseldorf
  3. Lokalsport

Rhein-Marathon: Ein geplanter Rekord

Rhein-Marathon: Ein geplanter Rekord

Wilfred Kigen soll dem Düsseldorf Marathon mehr Aufmerksamkeit verschaffen als bisher.

Düsseldorf. Der Streckenrekord beim Düsseldorf Marathon am Sonntag ist generalstabsmäßig geplant. Nichts wird bei einer Top-Marathonlauf-Veranstaltung wie dieser dem Zufall überlassen. Das ist vor allem die Aufgabe von Christoph Kopp.

Der Berliner hat eine Vielzahl von Marathonläufen besonders in seiner Heimatstadt zum absoluten Spektakel geformt; dort werden mittlerweile auch die weltweit schnellsten Zeiten gelaufen. Künftig soll Düsseldorf in die Gold- oder Silberliga des Internationalen Leichtathletik-Verbandes (IIAF) aufsteigen.

"Dazu bräuchten wir nur 300.000 Euro mehr Budget für die Top-Läufer und eine optimierte Strecke - ohne die Rheinbrücken", so Kopp, der davon träumt, gerade in Düsseldorf ein weltweit beachtetes Marathon-Event auf die Beine zu stellen.

Renn-Direktor Jan Winschermann vertraut dem Berliner Marathon-Macher schon seit zwei Jahren und ließ sich von ihm zu eigentlich nicht geplanten Investitionen überreden. Kopp hatte sich in Kenia nach seinen kenianischen Marathon-Cracks umgesehen.

Außerdem hatte Winschermann mit Vorjahrssieger Belor Yator und dem dreifachen Frankfurt-Sieger Wilfred Kigen zwei Topleute verpflichtete. Kurzfristig musste nun Yator wegen einer am Montag erlittenen Fußverletzung ("Er war auf einen Stein getreten und umgeknickt", sagt Kopp) für das Rennen in Düsseldorf absagen.

Und so will nun Kigen, der mit seinem Namensvetter und Kö-Laufsieger Moses Kigen nicht verwandt ist, ganz allein vorneweg laufen. Er soll und will mit "mindestens 2:09 Stunden" einen neuen Streckenrekord aufstellen. "Für 2:09 Stunden bekomme ich 5.000 Euro extra", so der Vater von fünf kleinen Kindern. Im Hinterkopf hat er sogar die Marke von 2:08Stunden, was ihm gleich 12 000 Euro zusätzlich einbringen würde.

Nur eine braucht keinen Tempomacher: Sonja Oberem (Rhein-Marathon). "Ich weiß, wie Marathonlauf geht und laufe nur für mich", meinte die 37-Jährige, die nach ihrem Abtritt von der internationalen Bühne als "Hobbyläuferin" diesmal schnellste Düsseldorferin werden will.