Rekordkulisse erlebt Judo Grand Prix in Düsseldorf

Judo Grand Prix : Rekordkulisse erlebt Judo Grand Prix

Fast 10 000 Zuschauer erleben an diesem Wochenende eine sportlich großartige Veranstaltung im Rather Dome. Das deutsche Team holt drei Medaillen.

Es gibt für den Judo Grand Slam in Düsseldorf eine neue Rekordkulisse. 9000 Zuschauern verfolgten die Kämpfe an den drei Tagen des Wochenendes im Rather Dome. Allein am Samstag waren 4100 Fans live dabei. „Der Judo Grand Slam ist eine Veranstaltung, die perfekt zu Düsseldorf und der Region passt. Wir haben in diesem Jahr nicht nur einen Teilnehmer-, sondern auch einen Zuschauerrekord gefeiert. Und wir haben fantastische Kämpfe gepaart mit einer tollen Atmosphäre im Dome erlebt“, erklärte Burkhard Hintzsche, Stadtdirektor und Sportdezernent von Düsseldorf.

Siebte Plätze erkämpften für den Deutschen Judo Bund am letzten Kampftag Christina Faber (Wiesbaden, -70kg) und Lokalmatador Johannes Frey (+100 kg). Der 22-jährige Deutsche Meister vom JC 71 Düsseldorf bezwang zunächst unter anderem den WM-Dritten von 2015, Yakiv Khammo aus der Ukraine, sowie Vize-Weltmeister Ushangi Kokauri aus Aserbaidschan, ehe er am zweimaligen Olympia-Zweiten und dreimaligen Vize-Weltmeister Henk Grol (Niederlande) und anschließend in der Trostrunde am WM-Dritten Duurenbayar Ulziibayar aus der Mongolei scheiterte.

Wagner setzt aus deutscher Sicht das Highlight am Schlusstag

Mit insgesamt neun Gold-, drei Silber- und zwei Bronzemedaillen sicherte sich Japan vor Brasilien (1/1/3) und Aserbaidschan (1/0/3) die Spitzenposition im Medaillenspiegel. Deutschland kam mit zwei Silbermedaillen und einer Bronzemedaille auf Platz neun. Beim Judo Grand Slam gingen diesmal über 600 Athleten aus 93 Nationen an den Start.

Judo Grand Slam: Die Deutschen Teilnehmer im Finalblock

Anna Maria Wagner vom KJC Ravensburg gewann am Abschlusstag  eine weitere Silbermedaille für den Deutschen Judo-Bund (DJB). Im Finale der Klasse bis 78 kg musste sich die 22-Jährige gegen Mayra Aguiar aus Brasilien, im letzten Jahr bereits Zweite in Düsseldorf und Weltmeisterin von 2017, geschlagen geben. Im Finalkampf war die Ravensburgerin die Aktivere, konnte aber keinen zählbaren Vorteil erzielen. Zwölf Sekunden vor Schluss gelang Aguiar die entscheidende Wazaari-Wertung durch O-soto-gari. Zuvor hatte sie sich im Halbfinale gegen Audrey Tcheumeo aus Frankreich, Silbermedaillengewinnerin der Olympischen Spiele in Rio, durchgesetzt. „Natürlich hätte ich gerne Gold geholt, aber ich habe das Beste rausgeholt und kann stolz auf meine Leistung sein“, sagte die deutsche EM-Dritte. „Anna Maria hat heute bewiesen, dass sie in der Lage ist, die Weltspitze zu schlagen“, lobte Frauen-Bundestrainer Claudiu Pusa die Silbermedaillengewinnerin.

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