Preuß: Wir bekommen Dima wieder hin

Preuß: Wir bekommen Dima wieder hin

Borussia muss Ovtcharov aufbauen.

Düsseldorf. Nach der Bekanntgabe des Wechsels nach Charleroi hätte Dimitrij Ovtcharov eigentlich befreit aufspielen können. Doch der Nationalspieler der Borussia musste erneut ein desolates Wochenende beklagen.

Der 20-Jährige unterlag beim Einladungsturnier in Saarbrücken am Samstag dem 47-jährigen Schweden Mikael Appelgren im Duell der Generationen, tags darauf verlor Ovtcharov beide Einzel in der Deutschen Tischtennis-Liga bei Werder Bremen.

Gegen die Ex-Borussen Trinko Keen und Lars Hielscher zog der 18. der Weltrangliste in engen Spielen den Kürzeren. Zu seinem Glück hatten Christian Süß und Marco Freitas (erster Einzel-Sieg in der DTTL) einen Sahnetag erwischt und das 3:2 und damit die Tabellenführung gesichert.

"Jetzt haben wir das Bremer Schreckgespenst vertrieben", sagte Trainer Dirk Wagner. Die Borussia hatte im Hinspiel und im Pokal-Halbfinale jeweils verloren. Schon damals hatte Ovtcharov nicht überzeugen können, und im DTTL-Rückspiel zeigte er wieder eine durchwachsene Leistung. Wagner: "Wenn ,Dima’ im zweiten Satz die 10:7-Führung nach Hause bringt, gewinnt er. Aber derzeit ist er zu wechselhaft in seinem Spiel. Ihm fehlt die Konzentration."

Weit mehr noch: Borussias Sorgenkind Ovtcharov konnte seiner Führungsrolle in Abwesenheit von Timo Boll in keinster Weise gerecht werden. Deutliche Kritik kam von Manager Andreas Preuß: "Christian war heute der Anführer, der eigentlich Dima hätte sein sollen. Aber er spielt in einem Satz Weltklasse und in einem anderen wie die Nummer 700 der Weltrangliste."

Dennoch spricht Preuß dem 20-Jährigen das Vertrauen aus: "Er macht uns im Moment einige Sorgen. Aber ihn bekommen wir auch wieder hin." Denn in den kommenden Monaten wird Spitzenspieler Boll einige Male fehlen, da ist Dimitrij Ovtcharov wieder gefragt.

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