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Polo: Eleganz und Kampf zu Pferde

Polo: Eleganz und Kampf zu Pferde

Der Kampf gegen den großen Regen beim Turnier an der Kalkumer Schlossallee.

Düsseldorf. Für viele Kinder, aber auch so manchen großen Freund des Polo-Sports ist das "Tritt in" das größte Vergnügen in der Halbzeit eines Polospiels. Alle machen mit beim Reintrampeln der rausgelösten Grassoden auf dem 300 mal 150 Meter großen Platz - die schicken Frauen mit den schönsten Hüten ebenso wie der "gemeine Fan" des schnellsten und ältesten Mannschaftssports.

"Es ist schade, dass viele Leute meinen, diese 2000 Jahre alte Sportart wäre so elitär", sagt Christopher Kirsch, Deutschlands zweitbester Spieler und Veranstalter des "Berenberg High Goal Cup 2007", der bis Sonntag auf der Anlage des Düsseldorfer Polo Clubs an der Kalkumer Schlossallee stattfindet. Leider fiel der erste Tag und damit auch der sportliche Auftakt gestern bereits dem Dauerregen zum Opfer. "Das ist schade, wenn man bedenkt, wie lange kein Poloturnier in Düsseldorf mehr stattgefunden hat", meint Dirk Baumgärtner, der Vorsitzende des Düsseldorfer Reit- und Polo-Clubs. "Über zehn Jahre mussten wir warten, um die Tradition dieser Sportart hier wieder aufleben lassen zu können."

Erstaunt sind manchmal auch die Zuschauer, dass das Spiel weitergeht, wenn ein Reiter unten liegt. Dagegen brechen die Schiedsrichter sofort das Spiel ab, wenn ein Pferd ausgerutscht und gestürzt ist. Ohnehin läuft der ganze Sport wahnsinnig schnell ab. Deswegen müssen auch die Reiter nicht nur eins mit ihren Pferden, sondern auch absolut topfit sein.

Vor allem die Argentinier haben großen Spaß an diesem Sport, wenn die Pferde Bauch an Bauch und die Reiter Seite an Seite um jeden Meter kämpfen. Und in Südamerika gibt es auch die meisten Reiter, die über ein hohes Handicap verfügen. Plus 10 ist die höchste Vorgabe, beim High Goal Cup setzen sich aber "nur" Starter mit einem Handicap ab plus 6 in den Sattel und versuchen den Ball in dem nach oben offenen Tor unterzubringen. Trotzdem sollen die insgesamt sieben Gauchos dafür sorgen, dass die Besucher auf ihre Kosten kommen.