Peterssons Rückkehr für einen Tag

Peterssons Rückkehr für einen Tag

Isländer der Rhein-Neckar Löwen lief einst für die HSG auf.

Vor 15 Jahren startete Alexander Petersson mit einem Engagement beim damaligen Zweitligisten HSG Düsseldorf in Deutschland durch. Heute zählt der 173-fache Nationalspieler Islands zu den besten Spielern der Handball-Bundesliga (HBL). Am kommenden Mittwoch kehrt inzwischen 38-Jährige nach Düsseldorf zurück. Im Rather Dome trifft er mit seinen Rhein-Neckar Löwen als Pokalsieger auf den Deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt. Beide Klubs spielen den ersten Titel der Saison, den Super Cup, aus.

Schon in den ersten Spielen am Rhein ließ Alexander Petersson seine Klasse aufblitzen. In seiner Premierensaison feierte der damals 23-Jährige mit der HSG den Bundesliga-Aufstieg. Und auch in der stärksten Liga der Welt zählte er zu den Leistungsträgern und hatte maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt der HSG. „Düsseldorf war für mich eine enorm wichtige Station. Ich kam in ein neues Land. Mein Leben hat sich hier komplett verändert“, erinnert sich Petersson.

Der Isländer wollte sich weiterentwickeln und vor allem auf Titeljagd gehen. So führte ihn seine Reise über den Traditionsverein TV Großwallstadt (2005 bis 2007) zur SG Flensburg-Handewitt. Doch die drei Jahre an der dänischen Grenze verliefen nicht so, wie es sich der in Riga geborene Petersson vorgestellt hatte. Die zweite Saison konnte er aufgrund einer schweren Verletzung kaum spielen. Nach der Genesung bekam er in der dritten Spielzeit wenig Einsatzminuten. Er wechselte zu den Füchsen Berlin, wo er den Spaß am Handball zurückgewann. Zumal das Team aus der Bundeshauptstadt zwischen 2010 und 2012 positive sportliche Schlagzeilen schrieb.

Doch bis 2012 blieb der Isländer titellos. Dies sollte sich mit seinem Wechsel zu den Rhein-Neckar Löwen zur Saison 2012/13 ändern. Bis heute gewann Petersson einmal den EHF-Cup (2013), zweimal die Deutsche Meisterschaft (2016 und 2017), zweimal den Super Cup (2016 und 2017) und einmal den DHB-Pokal (2018). „Hier in Mannheim fühle ich mich pudelwohl. Ich habe mit meiner Familie unsere neue Heimat gefunden“, berichtet Petersson. „Ich kann mir gut vorstellen, dass ich bei den Rhein-Neckar Löwen eines Tages meine Karriere beende.“ Aber so weit ist es noch nicht. Erst einmal möchte Petersson an seiner alten Wirkungsstätte zum dritten Mal in Folge den Super Cup gewinnen.

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