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Peter Kluth: Ein großes Herz für den Düsseldorfer Sport

Peter Kluth: Ein großes Herz für den Düsseldorfer Sport

Peter Kluth ist Motor und zugleich Retter der Leichtathletik und des Handballs beim ART.

Düsseldorf. Peter Kluth (45) setzte sich vor fünf Jahren, nach den Olympischen Spielen in Peking, in den Kopf, den Standort Düsseldorf in der Leichtathletik wieder hoffähig zu machen. Das ist ihm inzwischen mit jeweils sechs deutschen Meistertiteln in den Jahren 2013 und 2012 und der Zugehörigkeit des ART zur deutschen Spitzenleichtathletik (Rang 17 der besten Vereine 2012) glänzend gelungen. In diesem Jahr erhielt der ART das „grüne Band“ des Deutschen Olympischen Sportbundes für seine erfolgreiche Nachwuchsarbeit.

Im Vorjahr musste der erfolgreiche Anwalt und Sportmanager auch beim Handball ran. Er „rettete“ als Vorsitzender des Lenkungsausschusses beim ART den höher-klassigen Handball in Düsseldorf. Der ART-Handball-Nachwuchs ist in Deutschland ebenfalls mit führend und hat viele Bundesliga- und Nationalspieler hervorgebracht.

Beim ART hat Kluth einen im olympischen Rhythmus angesiedelten Vier-Jahres-Plan auf den Weg gebracht. Im Jahr 2016 soll mindestens ein Leichtathlet aus Düsseldorf bei den Olympischen Spielen in Rio am Start sein, nachdem es 1984 in Los Angeles schon einmal vier gewesen sind. Düsseldorf war damals auf dem Höhepunkt der Leichtathletik-Geschichte mit Stars wie Ralf Jaros, Peter Bouschen, Sabine Everts und Sabine Braun.

Dabei konnte sich Kluth früher nie entscheiden, was er eigentlich sein wollte: Leichtathlet oder Handballer. In der Leichtathletik war er sehr erfolgreich, wurde 1982 als 14-Jähriger Dritter bei den Deutschen Schüler-Mehrkampf-Meisterschaften beim „Heimspiel“ im damaligen Rheinstadion und Titelträger mit seinem ART-Team. Daneben spielte er auch genauso erfolgreich Handball. Es gab genügend Trainer, die in beiden Sportarten ständig um sein Talent buhlten.

Als „Kind der Waldstraße in Oberrath“ war es in den 80er Jahren üblich, dass die Kinder nach den Schularbeiten „zum Spielen“ ins Rather Waldstadion gingen. Irgendwie ein besonderes Glücks-Schicksal für Peter Kluth, denn der damalige ART-Leichtathletik-Motor Adolf Böhr senior hatte ihn gleich „am Wickel“, wie Böhr immer zu sagen pflegte: „Aus dem kann ich einen Spitzen-Diskuswerfer machen.“ Kluth sagt: „Diese Zeit mit Adolf Böhr hat mein weiteres Leben sehr positiv beeinflusst.“

Der Vater von zwei Jungen wollte unbedingt, dass Düsseldorfer Kinder wieder nach der Schule schon am frühen Nachmittag im Waldstadion jemanden antreffen, der sich um sie hoch-qualifiziert kümmert. Peter Kluth setzte mit den russischen Ex-Olympiatrainern Larissa und Juri Svetkov zwei Profis als Trainer ein, die mit der inzwischen deutschlandweit bewunderten wie höchst erfolgreichen Arbeit mit Kindern betraut sind.

Auch beim Handball versäumt Peter Kluth kaum ein Spiel des ART-Drittliga-Teams. „Mitleiden und Mitfreuen, das gehört für mich dazu“, sagt Kluth. Aus seiner Privatschatulle ist viel Geld in die Entwicklung beider Sportarten geflossen — nicht als Investment sondern aus reinem Mäzenatentum.