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Panther sorgen selbst für den Grund zum Feiern

Panther sorgen selbst für den Grund zum Feiern

Nach dem 28:21 gegen die Cologne Falcons gibt es kaum noch Zweifel, dass der Klassenerhalt fürs Madison-Team geschafft ist.

Düsseldorf. Die Panther-Party konnte steigen. Das 35-jährige Bestehen des Footballvereins, den 30. Jahrestag der ersten Deutschen Meisterschaft, und weil das aktuelle Team nur noch theoretisch absteigen kann, durfte gefeiert werden. Denn der Tabellen-Vorletzte aus Düsseldorf besiegte Schlusslicht Cologne Falcons mit 28:21 (21:0), kann nur noch mit zwei Siegen des Kontrahenten in Kiel und gegen die Berliner Adler sowie einer Panther-Niederlage im abschließenden Saisonspiel bei den Berlin Rebels (8. September) eingeholt werden. Falcons-Trainer und Ex-Panther-Verantwortlicher Martin Hanselmann ließ eine gewisse Resignation schon durchblicken: „Wir haben heute gesehen, warum wir da unten stehen. Wir haben eine sehr junge Mannschaft, die noch Zeit braucht und sich weiter entwickeln wird. In welcher Liga das auch sein wird.“

Allerdings hatten die Panther sich am Ende zum Sieg zittern müssen, obwohl sie ein furioses erstes Viertel hingelegt hatten. „Erst haben wir so gespielt, wie ich mir das vorgestellt habe“, sagte Trainer Clifford Madison. Seine Akteure bewiesen vor 2107 Zuschauern im Stadion an der Karl-Hohmann-Straße Mut, spielten im ersten Angriffsszug gleich einen vierten Versuch aus. Obwohl der misslang und wenig später einige Fouls empfindliche Raumverlust-Strafen bedeuteten, kamen die Gastgeber zum ersten Touchdown durch Rayon Simmons, der in diesem Spiel am Ende drei Mal in die Endzone gelaufen war (18 Punkte). Ein weiteres Mal gelang ihm dies im ersten Viertel, dazu erzielte Olaf Fries (6) ebenfalls einen Touchdown, und Kicker Sascha Jungbluth (insgesamt vier Punkte) steuerte die Extrakicks hinzu.

Die Kölner Offensive scheiterte bei böigem Wind immer wieder am unpräzisen Passspiel oder lief sich in der Panther-Defensive fest. Nach der 21:0-Führung verloren die Panther aber plötzlich den Faden, bis zur Pause lief nichts mehr zusammen. „Vor allem weil wir uns zu viele Strafen geleistet haben“, sagte Trainer Madison. Alleine vor der Pause gab es deswegen 160 Yards Raumverlust. Als die Kölner im dritten Viertel auf 21:14 verkürzten, begann das große Zittern.

„Wir sorgten mit einigen Ballverlusten dafür, dass wir in Bedrängnis kamen.“ Erst mit Simmons’ drittem Touchdown des Tages drei Minuten vor Schluss konnten die Party-Vorbereitungen entspannter weitergehen. Daran änderte auch der dritte Touchdown der Kölner nichts, Am Ende stand der für die Panther wohl wichtigste Sieg des Jahres fest.