Niederrheinliga/Turu: Tribünengast Ailton stiehlt den Spielern die Show

Niederrheinliga/Turu: Tribünengast Ailton stiehlt den Spielern die Show

Uerdinger Stareinkauf steht bei 1848 Zuschauern im Mittelpunkt. Die Turu erspielt ein 1:1.

Uerdingen. Frank Zilles gibt es unumwunden zu. Es hat ihn gefreut, dass Ailton nicht gespielt hat. Turus Trainer war der ganze Wirbel um den Brasilianer auch zuwider, der am Sonntag am Flinger Broich nur Tribünengast war, als die Turu im Spitzenspiel der Niederrheinliga auf den KFC Uerdingen traf. Viele der 1848 Zuschauer sahen das anders.

Ailton zog alle Blicke auf sich bis er dann kurz vor Ende des Spiels vorzeitig die Tribüne verließ. Selten hat er wohl mehr Autorgramme schreiben müssen, ohne selbst gegen den Ball getreten zu haben. Er war fit, aber die Krefelder möchten ihn am Mittwoch (19.30 Uhr) ihren Fans in einem Heimspiel präsentieren. Die Zweite des Wuppertaler SV ist dann in der Grotenburg zu Gast.

Obwohl die beiden Mannschaften sieben Punkte in der Tabelle trennen, war es ein Spitzenspiel des Ersten (Turu) gegen den Fünften. Denn der KFC hat drei Spiele weniger ausgetragen und kann mit drei Siegen an den Düsseldorfern vorbeiziehen. Die Turu wollte aber nicht nur deshalb gewinnen, sondern auch dem Krefelder Starensemble zeigen, dass man im Aufstiegskampf ein Wörtchen mitreden will.

Die Düsseldorfer erwischten den deutlich besseren Start. Den Uerdingern konnte man anmerken, dass sie in einem Ligaspiel erstmals in dieser Formation zusammenspielen. Daniel Rey Alonso brachte die Turu nach einer Viertelstunde und einer starken Vorarbeit von Marc Sesterhenn in Führung. Bis zum Wechsel war diese auch verdient, doch ein kollektiver Aussetzer der Platzherren ermöglichte dem Gegner den Ausgleich. Ersan Tekkan war zur Stelle.

Die zweite Hälfte hielt nicht mehr das, was die erste versprochen hatte. Die Turu wirkte zufrieden mit dem einen Punkt, bei den Uerdingern gab es zu viele Missverständnisse für ein gefährliches Angriffsspiel. Wem das 1:1 nun mehr nützt, ließen beide Trainer offen. Mit Ailton wäre auf dem Rasen auf jeden Fall mehr los gewesen.

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