Nach zwei Niederlagen in der Liga setzt das Heister-Team auf den Pokal

Tischtennis: Champions League, Pokal, Meisterschaft : Borussia atmet durch und tritt in Grünwettersbach an

Tischtennis Heute geht es nach dem 3:2 in der Champions-League in Ostrava im Pokal weiter.

Nach dem von Anton Källberg verwandelten Matchball gegen Petr Korbel war bei Borussia Düsseldorf kollektives Durchatmen angesagt. Nicht etwa, weil eine erste Niederlage im vierten Gruppenspiel der Tischtennis-Champions-League entscheidend für das Weiterkommen oder Scheitern des Titelverteidigers gewesen wäre. Vielmehr verspürte die Mannschaft von Trainer Danny Heister nach 19 Tagen mal wieder Freude über einen Team-Erfolg. Für die erfolgsverwöhnte Borussia beinahe eine kleine Ewigkeit, hatte es doch in der Bundesliga zuletzt Niederlagen in Ochsenhausen und gegen Grenzau gegeben.

„Ich bin froh, dass wir das Match gewonnen haben und einen weiteren Schritt in Richtung nächste Runde gemacht haben, auch wenn das sicherlich nicht unser bestes Spiel war. Doch am Ende ist es mental wichtig, auch diese Matches zu gewinnen“, sagte Heister nach dem 3:2 beim tschechischen Vertreter TTC Ostrava. Hätte Källberg im fünften Satz des Eröffnungseinzels gegen Tomas Tregler einen seiner beiden Matchbälle genutzt, so hätte es vermutlich nicht insgesamt zweieinhalb Stunden bis zum vierten Düsseldorfer Sieg im vierten Gruppenspiel gedauert. Das dachte zumindest Timo Boll, der mit zwei Dreisatz-Erfolgen wieder einmal -zwei Punkte zum Sieg beisteuerte.

Omar Assar verliert
gegen einen Teenager

Erneut keinen guten Tag erwischt, hatte Omar Assar. Der Ägypter, der zuletzt mit Knieproblemen zu kämpfen hatte, unterlag etwas überraschend dem gerade einmal 14 Jahre alten Dritten der Schüler-Europameisterschaft, Simon Belik, in vier Durchgängen. „Omar hat leider einen gebrauchten Tag erwischt“, erklärte Heister. „Ich hoffe, dass wir das Negativ-Erlebnis schnell aus seinem Kopf bekommen, denn wir brauchen ihn in alter Form am Freitag.“

Dann nämlich ist die Borussia in Karlsruhe gefordert. Im Viertelfinale um die Deutsche Pokalmeisterschaft (Freitag, 19 Uhr) geht es für Boll und Co. gegen den ASV Grünwettersbach. „Alle vier Spieler von Grünwettersbach haben internationales Format, alle sind gefährlich. Wenn sie ihre Topform abrufen können, wird es ein ganz heißer Tanz“, warnt Manager Andreas Preuß vor dem Pokalspiel. Abgeschlossen wird Borussias Woche mit drei Begegnungen in drei unterschiedlichen Wettbewerben am Sonntag (15 Uhr) im Tischtennis-Zentrum. Gegner in der Bundesliga ist dann Werder Bremen.