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Nach zwei Aufstiegen: Fortunas Erfolgstrainer Eric Busch hört im Sommer auf

Nach zwei Aufstiegen: Fortunas Erfolgstrainer Eric Busch hört im Sommer auf

Der Coach übernahm die Handballerinnen im Sommer 2015 und führte sie binnen zwei Jahren in die Oberliga. Nun fehlt ihm die Zeit.

Eric Busch wird die Oberliga-Handballerinnen von Fortuna Düsseldorf im Sommer aus beruflichen Gründen verlassen. Damit endet eine dreijährige Erfolgsgeschichte, die weit über den Sport hinausgeht.

Als Busch 2013 — ebenfalls aus beruflichen Gründen — von Bremen nach Düsseldorf pendelte, ahnte bei der Fortuna niemand, dass er sich zu einem Glücksfall entwickeln würde. In der Saison 2014/15 schloss sich Busch in seinem letzten Jahr den Herren der Rot-Weißen an. Zur Spielzeit 2015/16 wurde er Coach bei den 2. Frauen und schaffte auf Anhieb den Aufstieg in die Verbandsliga. Das Team wurde auch im zweiten Jahr weiter verjüngt und weiterentwickelt, so dass im Sommer dieses Jahres gleich der nächste Aufstieg stand.

Doch es ist nicht nur Buschs sportliche Erfolgsbilanz, die ihn so wichtig für den Verein macht. Er kümmerte sich auch um Trikots und Sponsoren. Seine Teams konnten sich so stets gut ausgestattet fühlen. Zudem sprang Busch immer wieder als Chauffeur für seine jüngeren Spielerinnen ein, brachte sie zum Bahnhof oder sammelte sie irgendwo ein.

Derzeit ist sein Team Siebter in der Oberliga. „Bis November war alles gut, aber danach haben wir drei unnötige Niederlagen kassiert. Wir werden zum Jahreswechsel den Resetknopf betätigen und dann noch mal angreifen. Platz sechs bis acht ist das Ziel“, sagt Busch, dessen Team im ersten Teil der Saison großes Verletzungspech hatte: So zog sich Torjägerin Sophie Huckemann einen Kreuzbandriss zu, Spielmacherin Sina Meyer fiel wochenlang aus. Und Melanie Habekost bestritt im Heimspiel gegen Rheinhausen ihr letztes Spiel, da sie aus gesundheitlichen Gründen ihre Karriere beenden muss.

„Die Entscheidung, die Arbeit mit der Mannschaft zum Saisonende zu beenden, ist mir alles andere als leicht gefallen. Aber da sich mein Aufgabengebiet bei meinem Arbeitgeber auf eine bundesweite Tätigkeit ausweitet, schaffe ich es zeitlich nicht mehr. Zumal ich meinen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden würde. Und diese Mannschaft hat einen Trainer verdient, der dem Team seine volle Aufmerksamkeit widmet“, sagt Busch, der das Team nachhaltig geprägt hat. Ohne ihn wären Talente wie Sina Meyer, Laura Wolf oder Sophie Huckemann nicht zur Fortuna gewechselt.