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Fussball-Landesliga: Muss Melka jetzt beim DSC 99 aushelfen?

Fussball-Landesliga : Muss Melka jetzt beim DSC 99 aushelfen?

Torwartfrage beim „Club“ stellt sich neu. Benrath darf nicht nachlassen.

Düsseldorf. Da hat sich Sebastian Saufhaus schlichtweg verschätzt. Mit dem Austausch von Sebastian Viertmann durch den erfahreneren Martin Klafflsberger wollte der Trainer des Fußball-Landeslisten DSC 99 in der Winterpause die vermeintliche Schwachstelle auf der Torwart-Position ausmerzen. Doch nun ist die Not zwischen den Pfosten beim Tabellenführer noch größer als zuvor. Nach nur einem Pflichtspiel für den „Club“ hat Klafflsberger sein Engagement beim DSC am vergangenen Sonntag auf eine eigenwillige Art und Weise beendet.

Nachdem er zu spät und nur mit unvollständiger Torwart-Ausrüstung zum Treffpunkt vor der Partie bei Bayer Dormagen erschienen war, kam der 32-Jährige anschließend auch nicht der Bitte nach, sich umzuziehen, um seinen Vertreter Almfantas Savonis warm zu schießen. Stattdessen zog Klafflsberger wortlos von dannen, um kurz darauf via Textnachricht seinen Abschied zu erklären. „Das ist natürlich ärgerlich für uns, so wie es gelaufen ist. Wir müssen nun sehen, ob wir noch einen zweiten Keeper finden“, sagt Saufhaus vor dem Heimspiel gegen Union Nettetal. Eher unwahrscheinlich, aber nicht komplett auszuschließen ist, dass sich Torwarttrainer und Ex-Profi Michael Melka bereit erklärt, auszuhelfen.

Probleme dieser Art hätte Holger Sturm gerne. Der Trainer des TV Kalkum-Wittlaer empfängt mit seinem Team am Sonntag den TSV Bayer Dormagen. Es ist das Duell der beiden abgeschlagenen Schlusslichter der Liga. Den Abstieg wird wohl keiner der beiden Konkurrenten vermeiden können. Auch noch nicht aus dem Gröbsten heraus, aber in einer wesentlich aussichtsreicheren Lage ist der VfL Benrath, der in Nievenheim gastiert. Die aktuell auf dem Relegationsrang 15 liegenden Schlossstädter kamen mit vier Punkten aus zwei Partien ordentlich aus der Winterpause. Darauf ausruhen möchte sich Trainer Frank Stoffels aber nicht: „Das 3:0 gegen Viersen zuletzt war nicht so deutlich, wie es aussehen mag. Wir sind auf einem guten Weg, dürfen aber nicht nachlassen und haben genug Verbesserungspotenzial.“

Ob der Rather SV die richtigen Schlüsse aus der 0:5-Schlappe gegen den starken Aufsteiger 1. FC Monheim (2.) gezogen hat, wird sich am Sonntag herausstellen. Dann kommt im FSV Vohwinkel (3.) ein weiterer Aufsteiger mit hoher Qualität. „Wir haben in Monheim zu Beginn zu viel Respekt gezeigt. Das wollen wir auf eigenem Platz nun besser machen“, verspricht Trainer Patrick Michaelis, der auf den gesperrten Astrid Hyseni verzichten muss.