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Mit Samba-Rhythmen gegen den Speck

Mit Samba-Rhythmen gegen den Speck

Aerobic war gestern, heute wird in Zumbakursen geschwitzt.

Düsseldorf. Es ist eine Mischung aus Tanz und Aerobic, ein Mix aus Samba, Salsa, Merengue und Hip-Hop. Es wird geschrien, gejubelt, gejohlt und gestampft. „Zumba ist eine Droge“, bringt es eine Teilnehmerin auf den Punkt. Die Tanzfläche in der Tanzschule „Absolut Tanzbar“ von Claudia Thiele ist dicht bevölkert. Zumba ist ein neuer Trendsport, das Interesse gewaltig. Rund 40 Begeisterte bringt Thiele in ihren Kursen ins Schwitzen.

Die 38-jährige Tanzlehrerin ist auffällig gekleidet. Sie trägt ein Tuch auf dem Kopf, eine modische Sporthose und steht erhöht auf einem Podest vor ihrer Gruppe. Thiele tanzt vor, die Kursteilnehmer tanzen nach. Aus den Boxen dröhnen lateinamerikanische Rhythmen. Thiele schreit: „Seid ihr bereit?“ Dann geht es los, die Party kann beginnen.

Die Hüften kreisen unentwegt, es wird in die Luft getreten, die Arme fliegen von links nach rechts und zurück, alle bleiben ständig in Bewegung. Dabei blickt Thiele fast ausnahmslos in lächelnde Gesichter. Nur wenige schauen verbissen, können den Bewegungen nicht immer ganz synchron folgen. „Zumba ist leicht zu lernen. Die ersten Erfolgserlebnisse kommen schon in der ersten Stunde“, verspricht Thiele aber. Getanzt wird nach der Musik, die Bewegungen wiederholen sich oft. Es fehlt das klassische Taktzählen üblicher Fitnessprogramme.

Seine Bekanntheit verdankt der noch junge Sport nicht nur den zahlreichen Kursangeboten, die sich in den vergangenen Jahren immer größerer Beliebtheit erfreuen. Auch durch intensive Werbung für DVDs, die Zumba in die heimischen vier Wände bringen sollen, hat der Sport Aufmerksamkeit bekommen. „Die Versprechen aus der Werbung stimmen in diesem Fall auch“, erklärt Claudia Thiele.

„Zumba ist tatsächlich die perfekte Mischung aus Spaß und wirksamer Fitness. Dass die Pfunde purzeln, können viele hier bestätigen.“ Fast alle Teilnehmer sind weiblich. „Man wird süchtig“, heißt es von allen Seiten.

60 Minuten lang lässt Claudia Thiele ihre Gruppe schwitzen. Schnelle, fetzige Songs wechseln sich mit langsameren, ruhigeren Stücken ab. Anders könnte man dem Tempo der Tanzlehrerin vermutlich auch nur schwer eine Stunde lang folgen. Nass geschwitzt aber glücklich entlässt Thiele ihre Gruppe in die Nacht. Sie kommen alle wieder — ganz bestimmt.