Radsport: Mit Eis in den Socken durch Australien

Radsport: Mit Eis in den Socken durch Australien

Düsseldorf. Eisgekühlt ging Düsseldorfs junger Radprofi Ruben Zepuntke auf die die zweite Etappe der Tour Down Under. Wegen der erneut hohen Temperaturen hatte das Cannondale-Team Eis-Socken für seine Fahrer vorbereitet.

Heiß war auf den ausgesprochen hügeligen 138 Kilometern rund um Adelaide aber nicht nur das Wetter, sondern auch der Rennverlauf. „Eine Achterbahn. Nur rauf und runter“, so beschreibt der 22-Jährige die ersten 30 Kilometer. Am Ende erreichten von 140 Startern nur rund 70 zeitgleich das Ziel — und Zepuntke war einer von ihnen.

Auch Auftaktsieger Caleb McEwan (Orica Green Edge) aus Australien war nicht dabei, und die Führung in der Gesamtwertung war futsch. Die hat jetzt Tagessieger Jay McCarthy (Australien) inne.

Das Team Cannnondale sorgte auf dem etwa sieben Kilometer langen Schlussanstieg für ein Höllentempo. Für Fachleute: „Am Ende habe ich über 45 Minuten lang 450 Watt gestrampelt“, sagte der Düsseldorfer, „das ist schon eine Hausnummer.“ Pech für ihn, dass er kurz vor dem Ziel von einem Massensturz aufgehalten wurde. „Sonst wäre mehr drin gewesen“, — auch wenn er sich nach der stressigen Etappe „etwas gekocht“ fühlte. Immerhin: Zeitgleich mit dem Tagessieger erreichte er auf Platz 58 das Ziel. In der Gesamtwertung fehlen ihm nur wegen diverser Zeitgutschriften für die Gegner zehn Sekunden auf Spitzenreiter McCarthy.

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