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Leichtathletik: Endspurt mit Herrn Unbekannt

Leichtathletik: Endspurt mit Herrn Unbekannt

Kleine Pannen beim Brückenlauf sind auch auf die hohe Zahl an Teilnehmern zurückzuführen. Die Rekord-Teilnehmerzahl lag insgesamt bei rund 2500.

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p class="text"><strong>Düsseldorf. So viele Teilnehmer wie diesmal liefen noch nie zuvor beim Düsseldorfer Brückenlauf mit. Allein 1500 machten sich im Hauptlauf über zehn Kilometer auf die Strecke, insgesamt lag die Rekord-Teilnehmerzahl bei rund 2500. "Das haben unsere vielen freiwilligen Helfer toll gemeistert", sagte Cheforganisator Georg Schimmelpfennig vom ausrichtenden Polizei-Sportverein Borussia.

Seine Helfer im Wettkampfbüro hatten am Sonntagmorgen allein 600 Nachmeldungen zu bewältigen. Da stand mancher williger Teilnehmer schon mehr als eine Stunde vor dem jeweiligen Start nervös trippelnd am Meldeschalter, statt das zwar wolkige, aber dennoch warme und trockene Wetter am Rheinufer zu genießen.

Bei so viel Stress am Sonntagmorgen waren die Helfer indes nicht vor Pannen gefeit. Denn beim Drittplatzierten im Jedermann-Lauf über fünf Kilometer war offensichtlich versäumt worden, festzuhalten, wie er heißt und woher er kommt. Dies hätte besonders Julian Ziob (SFD 75) interessiert, denn er hatte sich mit "Herrn Unbekannt" einen harten Endspurt hinter Alexander Jaksch (Team Running free/16:28 Minuten) geliefert und war letztlich Zweiter geworden. Der 17-Jährige steigerte sich auf 17:11 Minuten und gewann auch die Jugendwertung.

Im Zehn-Kilometer-Rennen hatte sich bald eine vierköpfige Spitzengruppe abgesetzt. Und als sich Wolfgang Lenz - Düsseldorfs zweitbester Marathonläufer hinter Carsten Eich - beschwerte, dass er im Spurt von Sascha Dee (SFD 75) abgehängt und um acht Sekunden distanziert wurde, meinte der spätere Sieger nur ganz locker: "So mache ich das immer."