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Leichtathletik: ART veranstaltet Mehrkampftage im Rather Waldstadion

Leichtathletik : Die Rückkehr der Mehrkämpfer

Die ART-Mehrkampftage sind die erste „echte“ Leichtathletik-Veranstaltung in Düsseldorf seit Corona. Annkathrin Hoven peilt dabei eine Bestleistung im Siebenkampf an.

Auch in Düsseldorf hat das Warten auf „normale“ Leichtathletik-Wettkämpfe endlich ein Ende. Nach der spektakulären „Flight-Night“ der besten deutschen Stabhochspringer vor fünf Wochen im Autokino gibt es heute (11 bis 15.30 Uhr) und Sonntag (11 bis 15 Uhr) wieder Wettkämpfe im Rather Waldstadion.

Beim ART freut sich Leichtathletikchef Jochen Grundmann, dass es ihm gelungen ist, ein „stimmiges Hygienekonzept“ auszuarbeiten, das den Segen des kritischen Leichtathletik Verbandes Nordrhein (LVN) und der Stadt Düsseldorf fand. Allerdings hat es auch einen „Schönheitsfehler“, der vielen Leichtathletik-Freunden nicht gefallen wird: Zuschauer haben keine Zutrittsmöglichkeit — es sei denn, sie wären Verwandte der rund 30 jungen ART-Mehrkämpfer, die um möglichst viele Punkte im Zehn- und Siebenkampf kämpfen. Diese müssen sich natürlich alle in Listen eintragen, mit allen Daten einschließlich ihrer Telefonnummer, damit mögliche Infektionsketten hinterher nachverfolgt werden können. Selbst der Zugang außerhalb des Stadions zu den Toiletten in der Sporthalle des Waldstadions ist durch Listen geregelt.

Djamila Böhm misst sich am Wochenende in Wetzlar erneut mit ihren größten Konkurrentinnen über 400-Meter-Hürden. Foto: Bernward Franke (B.F.)

Insgesamt dürfen neben elf Kampfrichtern lediglich 50 Personen ins Stadion — die seit dem 15. Juli geltende Verordnung böte bis zu 300 Besuchern Einlass. „Das bekämen wir aber derzeit nicht geregelt,“ sagt Grundmann, der bedauert, dass die für August vorgesehenen 74. Wilhelm- Unger-Spiele des ART im Rather Waldstadion nicht stattfinden können. „Vielleicht wäre es gegangen, wenn wir als Einlaufplatz für die vielen Athleten zum Einhalten der Abstandsregelungen den Fußballplatz des Rather SV hätten nutzen können,“ erklärt Grundmann. Nicht nur ihn stimmt die Absage traurig, denn Anfragen zu den beliebten Spielen gab es sehr viele.

Am Wochenende besonders im Blickpunkt wird Annkathrin Hoven (ART) im Siebenkampf der U 20 stehen. Die Deutsche U 20-Meisterin und Lehramts-Studentin der Deutschen Sporthochschule möchte ihre derzeit sehr gute Form zu einer neuen Bestleistung nutzen. In Dortmund war sie am vergangenen Samstag die 200 Meter in 24,32 Sekunden so schnell wie noch nie gelaufen. Auch auf die Punktzahl der talentierten Lea Dreilich (ART) ist man sehr gespannt, ebenso auf die Leistungen des 14-jährigen Alvar Adler (ART), Anfang März zweimaliger Nordrhein-Hallenmeister der M 14.

Djamila Böhm und Gregory Minoue starten in Wetzlar

Auch wieder die Spikes zu einem besonders reizvollen Wettkampf zieht in Wetzlar Djamila Böhm (ART) an. Es steht das zweite Rennen der Deutschen Meisterinnen über 400- Meter-Hürden der vergangenen Jahre an: Djamila Böhm (2017) gegen Christine Salterberg (Köln/2018) und Carolina Krafzik (Sindelfingen/2019). In Wetzlar ebenso dabei ist der 18 Jahre alte Angermunder Hürdenläufer Gregory Minoue. Der Deutsche U 20-Hallenmeister über 60-Meter-Hürden hat sich auf der 110-Meter-Strecke seine erste Zeit von unter 14 Sekunden vorgenommen, 14,14 Sekunden waren es zuletzt in Leverkusen. In die Saison steigt auch Philipp Kronsteiner ein. Der 23 Jahre alte ART-Dreispringerr, im vergangenen Winter Nordrhein-Hallenmeister, springt in Graz/Österreich.

Nicht starten werden am Wochenende die Läufer des SFD 75. Maximilian Thorwirth, am vergangenen Samstag in 13:34 Minuten Sieger mit EM-Norm in Wien über 5000 Meter, rennt erst wieder am nächsten Samstag in Regensburg.