Kusel: Wir sind im Derby der Favorit

Kusel: Wir sind im Derby der Favorit

Der Coach des Rather SV will den Sieg gegen Benrath.

Schon als Spieler mangelte es Andreas Kusel nie an Selbstvertrauen. Diese Stärke versucht der Trainer des Fußball-Landesligisten Rather SV nun auch auf seine Schützlinge zu übertragen. Obwohl sein Team vor dem Derby am Samstag gegen den auf einem Abstiegsrang liegenden VfL Benrath lediglich fünf Zähler trennen, sieht Kusel die Rollen relativ deutlich verteilt. „Wir sind zum ersten Mal in der Favoritenrolle. Ich denke als Rather SV können wir und dieses Mal so weit aus dem Fenster lehnen und sagen, es zählen für uns in diesem Spiel nur drei Punkte“, sagt der 41-Jährige. In der Rückrunde möchte der erst im Laufe der Hinserie zum RSV gestoßene Kusel mit seiner Mannschaft einen einstelligen Tabellenplatz anvisieren.

Dabei helfen soll neben den beiden Rückkehrern Philipp Younes (zuletzt DSC 99) und Emre Yeni (SG Unterrath) auch Derman Disbudak. Dem 25-jährigen Angreifer eilt zwar der Ruf voraus, ein Typ mit Ecken und Kanten zu sein. Doch Andreas Kusel hält große Stücke auf Disbudak. „Er ist eine Tormaschine“, sagt der Rather Coach über den oberligaerfahrenen Stürmer, der zuletzt für den Ligarivalen SC Kapellen auf dem Feld stand.

Über die Verpflichtung von Derman Disbudak dachte vor wenigen Wochen auch der MSV Düsseldorf nach. Doch der Aufsteiger entschied sich nun bewusst dagegen, in der Winterpause externe Verstärkungen an Land zu ziehen. „Wir stehen als Tabellensiebter gut da und haben daher nicht den Druck, im Winter Geld in die Hand nehmen zu müssen, um Spieler zu holen. Außerdem haben wir ja eine sehr gute A-Jugend, die Tabellenführer in der Leistungsklasse ist und im Pokalfinale steht. Wir werden einige Jungs hochschreiben und ihnen die Chance geben, sich schon einmal an den Seniorenfußball zu gewöhnen“, erklärt Trainer Mohamed Elmimouni.

Zum Jahresabschluss gastiert der Neuling am Samstag, sofern es die Witterungsverhältnisse erlauben, beim ASV Süchteln. „Dort werden wir noch einmal alles in die Waagschale werfen und versuchen, das Jahr mit einem Sieg abzuschließen“, so der Coach weiter. Nicht mit von der Partie sein wird Enes Öz. Für den Angreifer ist das Jahr 2017 aus sportlicher Sicht verletzungsbedingt bereits beendet.