Können die Düsseldorfer ihre Meister-Titel beim Marathon ​verteidigen?

Marathon in Düsseldorf : Düsseldorfer verteidigen ihre Meister-Titel beim Marathon

Der 17. Metro Marathon in Düsseldorf

Das wird aber keine leichte Aufgabe. Lauftreffs und Vereine stellen viele der ehrenamtlichen Helfer am Laufweg.

Obwohl nicht ganz Düsseldorf beim 17. Metro-Marathon am Sonntag auf den Beinen sein wird, so sind es auch diesmal tausende Düsseldorfer, die mitlaufen. Ob beim kompletten Marathon (400 Läufer) oder auf der halben Strecke (2000) sind es in den 2800 Staffel-Teams (je vier Läufer) noch weitere 5000. Für Düsseldorfs Langstreckler ist es der Lauf schlechthin, bei dem man sich zeigen und erfolgreich sein muss.

Man kann aber nur eins — laufen oder in der Organisation helfen, wie die 3200 ehrenamtlichen Helfer am Streckenrand. Sie kommen vom SFD 75, ART, ASC und den vielen großen Lauftreffs (Grafenberg, Benrath, Volksgarten und andere) und versorgen die Läufer mit Getränken und Essen — und auch so manchen verstörten Autofahrer.

„Mir ist selbst der Halbmarathon über 21,1 Kilometer noch zu lang“, sagt Düsseldorfs bester Langstreckler Maximilian Thorwirth (SFD 75). Der Achte bei den Deutschen Meisterschaften in der Halle über 3000 Meter hilft lieber in der Organisation, was sich aber in den nächsten Jahren ändern soll, wenn der 24-Jährige seine „Bestzeiten unter Dach und Fach hat“. Zuerst kommen jetzt die 5000 Meter auf der Bahn dran, dann schauen wir mal weiter“, kündigt Thorwirth an.

Da am Sonntag auch wieder die Deutschen Meisterschaften im Marathonlauf ausgetragen werden, hat Düsseldorf eigentlich noch zwei Titelverteidiger dabei: Wolfgang Lenz (Rhein-Marathon) bei der M 50 und Christoph Schneider (TB Hassels) bei der M 60. Beiden hatten im Vorjahr überraschend die Titel gewonnen. Lenz war zuletzt schneller als im Vorjahr beim Neandertal-Lauf unterwegs und hofft daher auf die Titelverteidigung. Christoph Schneider wird seinen Titel aber nicht verteidigen. Er hatte noch beim Benrather Halbmarathon vor drei Wochen als Sieger der M 60 zwar eine Zeit von unter 1:30 Stunden erreicht, was ihn aber nicht zufrieden stellte. Bei den Frauen hat Düsseldorf in den SFD-Läuferinnen Silvia Michalka (W 50) und Angela Richter (W 55) zwei starke Athletinnen im Rennen.

Das starke ART-Lauf-Team des Vorjahres existiert nicht mehr

Etwas sehnsüchtig denkt man in Düsseldorf ans Vorjahr zurück, als die starken Läufer des ART die Teamwertung bei den „Deutschen“ gewannen und dabei sogar zwei EM-Teilnehmer in Sebastian Reinwand und Philipp Baar für Berlin durchbrachten. Auch Andreas Strassner hatte noch den Titel bei der M 35 gewonnen. Der ART hatte sein tolles Team im vergangenen November aufgelöst. Keiner von ihnen läuft am Sonntag noch mit. Übrig geblieben ist lediglich Simon Stützel (im Vorjahr Pacemaker), der für die LG Region Karlsruhe startet. Nikki Johnstone (früher ART, jetzt Siegburg) rennt zusammen mit seiner Freundin Dioni Gorla in Dresden, wo er hofft, auch seinen sechster Marathon in diesem Jahr auch zu gewinnen.

Weitere Düsseldorfer Läufer bei der Marathon-DM: M 35: Alexander Neuhaus (SFD 75), M 40: Michael Berens (SFD 75), Stefan Kux (Ski-Klub), M 70: Uli Scharrenberg (Fortuna Düsseldorf).

youtu.be/gV5hcKyBWVY

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