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Oberliga Niederrhein: Kalkum zeigt starkes Lebenszeichen

Oberliga Niederrhein : Kalkum zeigt starkes Lebenszeichen

Mit einem 5:1-Erfolg gegen den VfB Hilden zeigt das Montalto-Team, dass es sich noch nicht aufgegeben hat.

Düsseldorf - Das war zweifelsfrei der Tag der „Kellerkinder“ in der Fußball-Oberliga. Sowohl der 1.FC Mönchengladbach als auch das Tabellenschlusslicht Rot-Weiss Oberhausen II lehrten völlig überraschend die Spitzenteams aus Wuppertal und Schonnebeck das Fürchten. Da war es umso wichtiger, dass auch der TV Kalkum-Wittlaer nachzog.

Ein Heimsieg über den VfB Hilden war vor dem Anpfiff sicher nicht utopisch. Dass er am Ende aber 5:1 (3:1) ausfallen würde, war dann aber doch eine Überraschung, die so wohl niemand auf dem Zettel hatte. Die Partie am Grenzweg begann aus Sicht der Platzherren optimal. Nach gerade einmal zwei Minuten bekam der TVKW einen Freistoß in zentraler Position zugesprochen, den Außenverteidiger Lukas Weiß direkt verwandelte. Hildens Torhüter Sebastian Sube sah dabei allerdings nicht allzu gut aus (3.).

Die Gäste taten sich vor 170 Zuschauern auch danach sichtbar schwer, sich mit den Gegebenheiten auf dem kleinen Kunstrasenplatz anzufreunden. So saß direkt der nächste Kalkumer Torschuss. Nach einem Pass in den Strafraum fackelte Daniel Müller nicht lange und traf per Flachschuss (21.). Wer sich danach dem Grill- oder Bierstand widmete, verpasste zunächst nicht viel. Erst fünf Minuten vor der Pause wurde es wieder unterhaltsam — dann aber richtig. Die lautstarke Forderung des Hildener Kapitäns Stefan Schaumburg, noch vor dem Halbzeitpfiff den Anschlusstreffer für die Gäste zu erzielen, schien nach einem überflüssigen Foul von Christopher Krämer plötzlich Realität zu werden. Doch Kai Gröger parierte den fälligen Strafstoß von Schaumburg glänzend (43.). Eine Minute später war dann aber auch Kalkums Keeper nach einem Distanzschuss von Florian Grün geschlagen (44.).

Die Antwort der Heim-Elf ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Im Gegenzug fand Pascal Ryboth mit einem Schuss den Weg ins Tor (45.). Damit war der Widerstand des VfB im Prinzip bereits gebrochen. Die enttäuschenden Gäste fanden auch nach dem Seitenwechsel trotz höheren Risikos kein spielerisches Mittel, den kompakt stehenden Aufsteiger in Bedrängnis zu bringen. In einer zunehmend nickliger werdenden Begegnung spielte Wittlaer zahlreiche Kontersituationen unzulänglich aus und hatte Pech, dass der eingewechselte Stephan Bork mit einem fulminanten Linksschuss nur das Aluminium traf. Am Ende durfte der eigene Anhang aber doch noch zweimal jubeln. Dabei schnürte Daniel Müller seinen Dreierpack. Der Rückstand auf den Relegationsplatz schmolz auf immer noch beachtliche acht Punkte zusammen.

TVK: Gröger - Weiß, Zimmermann, Matic, M.Ryboth - Fenster, Grambow (67. Brors), Afkir, P.Ryboth - Müller (89. Meguro), Krämer (55. Bork); Tore: 1:0 (3.) Weiß, 2:1 (21.) Müller, 2:1 (44.) Grün, 3:1 (45.) M.Ryboth, 4:1, 5:1 (78., 86.) Müller