Jugend-Hockey: Zwei Deutsche Meister aus Düsseldorf​

Jugend-Hockey : Deutsche Meister aus Düsseldorf

Die männliche Jugend A des DSD hat sich gegen den UHC Hamburg durchgesetzt und auch die weibliche Jugend A des DHC war gegen Großflottbeck nicht zu stoppen.

Wir haben in der Kooperation mit der Sportstadt Düsseldorf mit den Erfolgstrainern Holger Muth (DSD) und Nicolai Sussenburger (DHC) gesprochen.

Wie habt Sie den Meistertitel gefeiert?

Holger Muth: Das war etwas heftiger. Mit den Knaben A vor zwei Jahren war das noch gemächlicher. Erneut sind wir abends im Klub noch von 400 Leuten empfangen worden. Dass war bombastisch. Als Trainer geht man dann etwas früher nach Hause. Die Jungs sind dann noch nach Raffelberg gefahren, deren weibliche Jugend B auch Deutscher Meister geworden ist. Das ging etwas länger, aber das hatten sich die Jungs verdient.

Nico Sussenburger: Ich bin immer wieder begeistert, wie viele Menschen nach so einem Titel an einem Sonntagabend noch in den Klub kommen, um der Mannschaft zu gratulieren. Das war wieder großartig. Aber als alter Mann kommt irgendwann für mich die Zeit, dass man das Feld räumt und die hüpfende und feiernde Mannschaft alleine lässt.

Was bedeutet der Erfolg?

Muth: Es ist einmalig, dass wir den Erfolg von vor zwei Jahren bestätigen konnten, obwohl das wird immer schwerer. Für mich ist die Jugend B die Königsklasse und das macht den Titel so wertvoll. Dass wir uns so souverän gegen andere Klubs - auch aus der Bundesliga – durchgesetzt haben, ist toll.

Sussenburger: Das ist ein toller Erfolg. Wir hatten ja mit den Mädchen A, den Knaben A und der Weiblichen Jugend A insgesamt drei Teams in den Endrunden. Am Ende ist es ein Titel geworden und das spricht für die erfolgreiche Arbeit im Verein.

Was spricht für das Team?

Muth: Das ist im Grunde die Mannschaft, die 2017 schon Deutscher Meister geworden ist. Die meisten Spieler trainiere ich schon, seit sie vier Jahre alt sind, ich kenne die in- und auswendig. Die Jungs sind sehr talentiert und wir haben immer ein bisschen mehr gemacht, als die anderen Mannschaften. Dann kommt eben so etwas dabei raus. Mannschaftsgeist und Teamspirit kann man herbeireden, oder man hat ihn wie dieses Team. Das macht den Jahrgang so gut.

Sussenburger: Die Mannschaft ist in den letzten Monaten zusammengewachsen und hat auch neben dem Hockey sehr viel zusammen gemacht. Der Teamerfolg stand in der ganzen Saison im Mittelpunkt deshalb gab es auch keine Unzufriedenheit, wenn mal jemand etwas weniger Einsatzzeit bekommen hat. Die Mannschaft ist sehr durchmischt. Wir haben Spielerinnen in der WJA, die schon eine feste Stütze im Bundesliga-Team sind aber auch welche, die vom Alter her noch in der B-Jugend spielen könnten.

Was bedeutet das für die erste Mannschaft, so eine starke Jugend zu haben?

Muth: Es wird uns in der nächsten Zeit sicher mal jemand verlassen. Aber der Zusammenhalt im Team ist so groß, dass eigentlich alle zusammen bleiben möchten. Alle haben großes Potenzial. Da wird es sicher Verlockungen geben von anderen Vereinen mit mehr Geld. Aber ich glaube, dass wir eine gute Chance haben, dass das Team bei uns zusammen bleibt. Wir versuchen aber erst einmal in zwei Jahren auch den A-Jugend-Titel zu holen. Dann hätten wir wirklich alles geschafft.

Sussenburger: Wir wollen natürlich so viele der Spielerinnen bei uns im Klub behalten. Das ist unsere Philosophie. Natürlich wecken solche Erfolge Begehrlichkeiten. Aber auch in den vergangenen Jahren ist es uns sehr gut gelungen, Spielerinnen zu halten. Das werden wir auch in Zukunft schaffen. Den Sprung in die Bundesliga werden allerdings bestimmt nicht alle schaffen. pike

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