Johnstone siegt mit zwei Minuten Vorsprung auch beim Brückenlauf

Johnstone siegt mit zwei Minuten Vorsprung auch beim Brückenlauf

Nach dem letzten Test vor dem Marathon wurde der bescheidene Schotte gefeiert.

Über 3300 Läufer machten sich beim 26. Sparda-Bank-Brückenlauf gestern wieder vom Burgplatz aus auf über die Brücken. Der Schnellste — wie könnte es auch anders sein — war der 34 Jahre alte Nikki Johnstone in 32:07 Minuten. Im Ziel hatte der ART-Läufer über zwei Minuten Vorsprung.

Johnstone war diesmal mit vielen seiner Läufer-Kollegen vom Frontrunner-Team auf die zwei Runden gegangen, die erneut über die Kniebrücke nach Oberkassel und über die Oberkasseler Brücke durch den Hofgarten zum Burgplatz führten. Doch der stärkste Läufer dieser großen Gruppe, Sören Kah (Mainz), der sonst schneller als Johnstone laufen kann, ließ Nikki Johnstone um über zwei Minuten enteilen. Dritter wurde Mamadou Diallo (SFD 75), der im Ziel stöhnte, dass es „richtig heiß unterwegs“ war. Zum Stöhnen hatte dagegen Nikki Johnstone gar keine Gelegenheit. Artig bedankte er sich bei den Zuschauern, die ihn zuvor lautstark gefeiert hatten und ihn „gar nicht an die Tränke“ ließen, weil hier noch ein Plausch, dort noch ein Selfie oder einfach nur eine Gratulation nötig war. Johnstone ließ mal wieder alles ebenso charmant wie geduldig über sich ergehen.

Als er im Ziel schon gefeiert wurde, machten sich erst der größte Teil der Läufer zur zweiten Runde in Richtung Kniebrücke auf. Für Johnstone war der Brückenlauf der letzte Test für den Marathon am kommenden Sonntag durch Düsseldorf. „Es ist heute gut gelaufen, auf der Oberkasseler Brücke habe ich dann mein Tempo rausgenommen“, sagte er zu seinem einsamen Rennen, wobei er die ersten fünf Kilometer in 15:43 Minuten geschafft hatte, nur vier Sekunden langsamer als der Sieger im Fünf-Kilometer-Lauf, Alexander Schröder (Görres-Gymnasium), der im harten Spurt vor dem Neusser Habtom Tedros (15:39) und dem 44-jährigen Sebastian Hadamus (ART, 15:43 Minuten) das Ziel erreichte.

Die Siegerinnen bei den Frauen trugen ausnahmslos die Trikots der Frontrunner wie die Solingerin Inga Hundeborn über zehn Kilometer (38:05 Min.) und die Hamburgerin Katharina Nüser im Fünf-Kilometer-Lauf (18:35), in dem die erst 12-jährige Jule Wickum als Fünfte und Siegerin der U 14 nach 21:14 Minuten ins Ziel kam. „Ich habe erst auf den letzten zwei Kilometern richtig Tempo gemacht“, erzählte das ASC-Talent über ihren ersten Start auf der für sie recht langen Fünf-Kilometer-Distanz. Die Teilnehmerzahl blieb etwas unter den Erwartungen von 3500. Kurz vor den Läufen hatten sich noch viele Nachmelder eine Startnummer besorgt. Am Samstag waren es dagegen nur wenige gewesen.