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Basketball: Jönke: Die Saison austrudeln lassen, geht für uns nicht

Basketball : Jönke: Die Saison austrudeln lassen, geht für uns nicht

ART Giants liegen derzeit im Mittelfeld der 1. Basketball-Regionalliga. Der Trainer sorgt für neue Impulse.

Düsseldorf. Auch wenn es am vergangenen Wochenende beim Drittliga-Absteiger Herten eine Niederlage gab, so hat Jonas Jönke doch für frischen Wind bei den ART Giants gesorgt. Wir sprachen mit dem 32-jährigen Trainer des Düsseldorfer Basketball-Regionalligisten.

Herr Jönke, Sie sind bei den ART Giants Düsseldorf sportlicher Leiter und Trainer des Junioren-Teams sowie seit dem 17. Januar zudem auch noch Übungsleiter der ersten Mannschaft. Sie leben ihren Traum vom Basketball quasi rund um die Uhr, oder?

Jonas Jönke: Ja, derzeit gibt es wirklich sehr viel zu tun. Die Arbeit gefällt mir jedoch ausgesprochen gut. Es war allerdings nicht geplant, die erste Mannschaft zu übernehmen.

Warum ist die Wahl auf Sie gefallen?

Jönke: Während einer Saison ist es schwierig, externe Kandidaten zu finden. Hinzu gesellt sich die finanzielle Frage. So ergibt sich unter dem Strich eben eine nicht allzu lange Liste. Wir haben uns daher verständigt, dass ich die Aufgabe bis zum Saison-Ende übernehme.

Weshalb wurde ihr Vorgänger Robert Shepherd denn überhaupt freigestellt?

Jönke: Wir hatten nicht das Ziel Aufstieg ausgegeben. Aber unser Kader war schon zusammengestellt, um oben mitzuspielen und das Publikum durch attraktiven Basketball zu begeistern. Nachdem der Klassenerhalt recht früh ziemlich sicher war, haben einige Spieler etwas motivationslos gewirkt. Unsere Sponsoren wollen jedoch ein Team sehen, das sich zerreißt und unsere Werte widerspiegelt. Also haben wir uns entschieden, für einen neuen Impuls zu sorgen.

Wo haben Sie den Hebel dafür angesetzt?

Jönke: Ich habe der Mannschaft klar gemacht, dass sie die Saison nicht einfach so austrudeln lassen kann. Das Ziel muss sein, so viele Partien wie möglich zu gewinnen und ich habe das Gefühl, dass die Spieler dies anpacken wollen. Natürlich werden wir — wie nun in Herten geschehen — auch mal eine Begegnung verlieren. Es kommt dabei jedoch immer auf die Art und Weise der Niederlage an.

Und was sind Ihre Leitlinien, um als Sieger vom Parkett zu gehen?

Jönke: In der Abwehr mit hoher Intensität verteidigen und im Angriff einfache Punkte erzielen. Dazu müssen wir mehr Tempo in unser Spiel bekommen, was durch den Gewinn von defensiven Rebounds automatisch passiert. Unsere Guards wie Lewis und Goolsby sind dafür zwar etwas klein, aber sie sind athletisch und besitzen viel Herz. Zudem haben sie ihre Mentalität für diese Arbeit verbessert.

Sie hören sich sehr engagiert an. Könnte es Sie reizen, das Amt des Chef-Trainers über die Saison hinaus zu übernehmen?

Jönke: Damit habe ich mich noch nicht wirklich beschäftigt. Mein Augenmerk liegt im Moment einzig und allein darauf, das Team wieder in die Spur zu bringen. Aber ich kann nicht sagen, dass die Rolle als Chef-Trainer keine Option für mich sei.