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Jetzt kann sich Timo Boll zurücklehnen

Jetzt kann sich Timo Boll zurücklehnen

Nach dem 3:1 in Granada verzichtet die Borussia erst einmal auf den Star.

Düsseldorf. Die Reisestrapazen haben sich gelohnt. Timo Boll wird sich am kommenden Freitag ausruhen können, wenn die Borussia zum abschließenden Gruppenspiel in der Tischtennis-Champions-League in Münster (19.30 Uhr, Halle Berg Fidel) antritt, und Düsseldorf einen der vertraglich festgelegten Einsätze spart.

Wenn er es denn darf, dienen doch seine Auftritte gerade bei ausgelagerten Heimspielen (zurzeit wird das Tischtenniszentrum umgebaut) dazu, wenigstens eine ordentliche Zuschauerzahl zu bekommen. Zudem müsste Seiya Kishikawa rechtzeitig aus Asien zurückkommen.

Sportlich ist das Duell in fünf Tagen ohne großen Wert. Denn durch das 3:1 am vergangenen Freitag im fünften Vorrundenspiel der Gruppe A und der gleichzeitigen Schützenhilfe vom polnischen Team Bogoria, das gegen Hennebont gewann, kann der Titelverteidiger nicht mehr vom ersten Platz der Gruppe verdrängt werden.

"Das war unser erklärtes Ziel", sagte Manager Andreas Preuß, der wegen der bevorstehenden Geburt seines dritten Kindes auf die lange und stressige Reise nach Südspanien verzichtete. "Das kann und will ich mir meiner Frau gegenüber nicht erlauben."

Beim spanischen Vertreter in Granada erledigten die Borussen das auch ohne motivierende Unterstützung des Managers sehr souverän: Boll gab in seinen zwei Spielen ebenso keinen Satz ab wie Christian Süß, der von einem Infekt noch geschwächt war, sich das aber an Position drei nicht anmerken ließ. Der Niederländer Trinko Keen war an Position zwei aufgestellt worden.

"Wir wollten Christian nach seinem Infekt etwas schonen. An Position drei muss er nur ein Spiel bestreiten", sagte Trainer Dirk Wagner, der die klaren Erfolge von Boll als "standesgemäß" bezeichnete. "Wir haben unsere drei Punkte jeweils ohne Satzverlust eingefahren. Das zeigt, wie konzentriert wir bei der Sache waren", sagt Wagner.