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Oberliga Niederrhein: Ist die Oberliga eine Nummer zu groß für den TVWK?

Oberliga Niederrhein : Ist die Oberliga eine Nummer zu groß für den TVWK?

Der TV Kalkum-Wittlaer liegt zur Winterpause auf dem vorletzten Platz, kann aber insgesamt mithalten.

Düsseldorf. Mit bescheidenen Erwartungen ist der TV Kalkum-Wittlaer in seine Premierensaison in der Fußball-Oberliga gestartet. Nach zwei Aufstiegen in Serie wusste nicht nur Trainer Giuseppe Montalto, „dass es für uns in dieser Liga hart werden würde.“ Tatsächlich scheint die Oberliga für den Dorfclub eine Nummer zu groß zu sein. Nach 18 Spielen überwintert der TVKW auf dem vorletzten Tabellenplatz mit acht Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsrang. „Das haben wir uns natürlich etwas anders vorgestellt“, sagte Montalto, dessen Zwischenfazit dennoch nicht durchweg negativ ausfällt.

„Wir haben nur drei Spiele klar verloren. Ansonsten fielen unsere Niederlagen knapp aus. Das zeigt, dass wir in dieser Klasse durchaus mithalten können“, erklärt der italienische Coach. Zufrieden ist Montalto mit der Entwicklung der Neuzugänge wie Merveil Tekadiomona oder Lukas Weiß, die sich auf Anhieb einen Stammplatz erkämpft haben. Nicht gut wegkommen hingegen einige etablierte Kräfte. Gerade von Sebastian Brunnen oder Matthias Fenster hatte man sich beim Neuling mehr erhofft. „Diese Jungs sollten als Leitwölfe Verantwortung übernehmen, hatten aber zu sehr mit sich selbst zu tun“, haderte Montalto.

Im Fall von Sebastian Brunnen (wechselt nach Mündelheim) einigten sich Spieler und Club auf eine sofortige Trennung. Auch Torjäger Christian Schuh und Abwehrspieler Patrick Schmitz verlassen etwas überraschend den Aufsteiger.

„Eine richtige Begründung habe ich von beiden Spielern allerdings nicht erhalten. Beide ließen aber eine gewisse Unzufriedenheit durchblicken, und dann macht eine weitere Zusammenarbeit auch keinen Sinn. Ich kann in der Rückrunde nur Spieler gebrauchen, die sich voll mit dem Verein und der Aufgabe identifizieren“, sagte Montalto. Christian Schuh strebt einen Wechsel zum Landesligisten SSVG Heiligenhaus an. Dorthin könnte es auch Schmitz ziehen, der allerdings auch mit dem Rather SV in Verbindung gebracht wird.

Den drei Abgängen stehen in Wittlaer inzwischen auch drei Neuzugänge gegenüber. Stürmer Tom Hirsch, der von Liga-Konkurrent WSV kommt und zuvor in der Bundesliga-A-Jugend der Rot-Blauen kickte, und Abwehrspieler Toni Matic wurden bereits vorgestellt. Einig ist sich der TVKW zudem auch mit Stephan Bork. Der frühere Junioren-Nationalspieler will nach seinem missglückten Engagement beim Landesligisten Rather SV, wo er kaum zum Einsatz kam, noch einmal einen neuen Anlauf in der Oberliga nehmen.