Im Juni startet in Düsseldorf die größte Fluss-Segelregatta Europas

Segeln Rheinwoche : Die „Rheinwoche“ wirft erste Wellen voraus

Im Juni startet von Düsseldorf aus die größte Flussregatta Europas.

Noch einen Monat dauert es, bis die Regatta der Rheinwoche am Samstag, 8. Juni, um 10 Uhr starten wird. Los geht es stromab der Theodor-Heuss-Brücke, sodass der Start vom Gelände des Düsseldorfer Yachtclubs (DYC) an der Rotterdamer Straße 30 in Golzheim gut zu verfolgen ist. Allerdings auch nicht viel mehr, denn das Ziel ist nicht gerade um die Ecke, sondern Arnheim in den Niederlanden.

Unentschlossenen Rheinseglern bleibt noch eine Frist, ihre Meldung abzugeben. Über 70 Boote sind zwar schon gemeldet, aber der Rhein ist bekanntlich breit und lang genug. Die Meldung funktioniert übers Internet auf rheinwoche.org.

Teilnehmer aus gut 20 verschiedenen Typen und Klassen stehen schon fest: Zugvogel, Varianta, Jollenkreuzer, Pirat, Sailhorse und viele mehr. Etliche unter ihnen gehören traditionsreichen Klassenvereinigungen an, die untereinander ohne Ausgleichsberechnung um die Wette segeln können. Die Regel ist einfach - First ship home - gewinnt.

Deshalb plant die Regattagemeinschaft Rhein im Zuge dieser größten Flussregatta Europas mehrere Ranglistenwettfahrten unter anderem für Pirat, Sailhorse, Varianta und J 22. Um zu gerechten Ergebnissen zwischen Jachten verschiedener Klassen und Typen zu kommen, muss nach Zieleinlauf ein Ausgleich berechnet werden. Für jede Länge begrenzen die Gesetze der Physik die Höchstgeschwindigkeit: Je länger die Wasserlinie eines Schiffes, desto größer seine Höchstgeschwindigkeit. Damit dennoch kürzere und längere Jachten fair gegeneinander segeln können, werden die Unterschiede durch einen Ausgleichsfaktor berichtigt. Das bedeutet für die Crews Spannung bis nach der Zielankunft.

Um die Zuschauer an Land über die gesamte Strecke an der Spannung teilhaben zu lassen, werden dieses Jahr erstmalig die Positionen der Boote von einem SAP-Tracking-System übermittelt und angezeigt. Zuschauer können also von unterwegs mit ihrem Smartphone die gesamte Regatta verfolgen. Natürlich werden auch die Gäste im offenen Hafen des DYC an der Rotterdamer Straße 30 am 8. Juni so über den Regatta-Verlauf auf dem neuesten Stand gehalten.

Mehr von Westdeutsche Zeitung