Hockey: „Hoffentlich reicht es diesmal zum Titel“

Hockey : „Hoffentlich reicht es diesmal zum Titel“

Damen-Hockey Nationalspielerin Elisa Gräve denkt noch an das knapp verlorene Finale.

Das war ein Auftakt nach Maß. Die Hockey-Damen des Düsseldorfer HC haben die ersten beiden Saisonspiele gewonnen. 2:0 beim Berliner HC und 6:1 bei den Zehlendorfer Wespen. Mit dabei war Nationalspielerin Elisa Gräve, die frisch gebackene Vize-Europameisterin. Wir haben mit ihr gesprochen.

Frau Gräve, zwei Siege zum Auftakt: Wie war das erste Meisterschaftswochenende?

Elisa Gräve: Wir mussten uns erst einmal einspielen. Dadurch, dass die EM noch gar nicht so lange her war, haben wir noch kaum miteinander trainieren können. Das hat sich am Samstag im ersten Spiel noch gezeigt. Aber am Sonntag lief es schon besser, und das spiegelt das Ergebnis auch wider. Das Team findet sich.

Der DHC ist Vizemeister, hat zwei Siege zum Auftakt geholt: Was ist nun das Saisonziel?

Gräve: Ich glaube, wenn man so aus der letzten Saison raus kommt wie wir, dann will man auch wieder in die Endrunde. Das ist mein persönliches Ziel und ich glaube, da spreche ich auch für viele in der Mannschaft. Die Endrunde wollen wir erreichen und hoffentlich reicht es dann auch für den Titel. Aus Berlin wollten wir auf jeden Fall sechs Punkte mitbringen, um jetzt entspannter auf die nächsten Spiele schauen.

Am Wochenende kommt der UHC Hamburg und Rüsselsheim. Hamburg hat sein Auftaktspiel auch gewonnen. Was erwartet ihr?

Gräve: Das wird wahrscheinlich etwas schwieriger. Aber da haben wir Heimspiele, und das ist insgesamt entspannter als die Fahrt nach Berlin. Wir haben keine Anreise vor uns, können zuhause frühstücken und haben vor dem Spiel unseren eigenen Rhythmus. Das ist ein kleiner Vorteil.

In der vergangenen Saison hat der DHC das Endspiel knapp gegen den Club an der Alster verloren. Ist das inzwischen verarbeitet?

Gräve: Wir hatten eine Abschlussbesprechung nach dem Finale und haben da alles ganz offen angesprochen. Aber große Vorwürfe konnten wir uns kaum machen. Wir haben das Finale so knapp und erst im Penalty-Schießen verloren. Das ist eben Glückssache. Wir hatten als Team insgesamt eine gute Leistung gezeigt, die wir jetzt in die neue Saison tragen müssen.

Gab es überhaupt Zeit für Urlaub?

Gräve: Das war eigentlich sehr gut geplant vom Bundestrainer. Im Juli hatten wir zwei Wochen Urlaub, den wir auch alle nutzen sollten. Da konnte ich schon sehr gut abschalten. Nach der EM hatte ich auch noch eine Woche frei, in der ich an nichts gedacht habe. Das tat gut und deshalb starte ich ganz entspannt in die Saison.

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