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Hockey: Gastgeber DSD erreicht Endrunde mit jüngerem Jahrgang Jugend B

Jugendhockey : Hockey-B-Jugend des DSD fährt zur DM

Das Team von Trainer Holger Muth muss sich im Finale der Westdeutschen Meisterschaften nur Favorit RW Köln geschlagen geben. Der Lohn ist die Reise zur Endrunde in Lübeck.

Die sechs besten Teams aus Westdeutschland trafen sich am vergangenen Wochenende in der Halle des Marie-Curie-Gymnasiums, um ihren Hockey-Hallenmeister auszuspielen. Der DSD fungierte dabei als Ausrichter und durfte sich über den Heimvorteil freuen, den das Team am Ende auch zu nutzen wusste. In voll besetzter Halle ging es mit den Gruppenspielen los. Dabei traf der DSD in einer Dreiergruppe auf den Lokalrivalen DHC und den Krefelder HTC. In der Parallelgruppe spielten RW Köln, Uhlenhorst Mülheim und SW Köln gegeneinander. Die beiden ersten jeder Gruppe sollten sich dann für das Halbfinale an gleicher Stelle qualifizieren.

Im ersten Turnierspiel ging es für den DSD im Lokalderby gegen den DHC, den man während der Saison bereits zweimal bezwingen konnte. Auch dieses Mal ließen die Jungs aus Grafenberg nach einer sehr konzentrierten Leistung nichts anbrennen und gewannen nach überzeugender Leistung mit 4:2.

Nachdem Krefeld den DHC mit dem gleichen Ergebnis besiegt hatte, war der DSD bereits vor dem Spiel gegen Krefeld für das Halbfinale qualifiziert. Trotzdem ging es der Mannschaft von Trainer Holger Muth darum, als Gruppensieger dem vermeintlichen Favoriten RW Köln im Halbfinale aus dem Weg zu gehen. In einem eher kampfbetonten Spiel agierte der DSD aus einer sehr sicheren Abwehr heraus und gewann die Partie mit 1:0.

Im wichtigen Halbfinale gibt es einen 4:2-Sieg gegen SW Köln

Somit wartete SW Köln als Halbfinalgegner auf den Nachwuchs von der Altenbergstraße. Letztendlich war die Vorschlussrunde die entscheidende Partie des Wochenendes, denn nur die beiden Finalisten dürfen an der deutschen Hallenendrunde teilnehmen. Entsprechend fokussiert und gut eingestellt ging der DSD in das wichtige Spiel, in dem zwei völlig unterschiedliche Systeme aufeinanderprallten. Köln, immer sehr tief stehend und auf Konter lauernd, auf der einen Seite und auf der anderen der DSD, mit seinen vielen guten Technikern immer offen und offensiv agierend.

Die Grafenberger waren von Beginn an im Spiel und beherrschten den Gegner in Hälfte eins fast nach Belieben. Das 2:1 zur Halbzeitpause drückte dies jedoch nicht ausreichend aus. In Hälfte zwei waren die Kölner gezwungen, hinten ein bisschen aufzumachen. Es kam zu einem offenen Schlagabtausch, den der DSD aufgrund seiner spielerischen Überlegenheit zu nutzen wusste und vorentscheidend auf 4:1 davonzog. Am Ende stand ein 4:2 zu Buche.

Damit war das große Ziel erreicht. Im Endspiel waren die Jungs des DSD, die fast ausschließlich mit Spielern des jüngeren Jahrgangs antraten, nicht mehr in der Lage dagegen zu halten. So setzte es eine deutliche 0:5-Niederlage gegen den Turnierfavoriten RW Köln, der seine körperliche Überlegenheit nutzte und verdient gewann. Schmälern konnte das den Erfolg des Teams von Holger Muth nicht, hatte der DSD doch bewiesen, dass man als amtierender deutscher Hallenmeister der Altersklasse Knaben A auch im ersten Jahr der neuen Altersklasse MJB auf Topniveau mithalten kann. Bei der Endrunde am 2. und 3. März in Lübeck ist der DSD nur Außenseiter, die Freude über das jetzt schon Erreichte ist trotzdem riesig. „Als jüngerer Jahrgang ist es in der Halle kaum möglich gegen Teams mit körperlichen Vorteilen zu bestehen. Aber wir haben genau das geschafft“, sagt Trainer Muth. „Die Deutschen Meisterschaften finden zwar ausgerechnet an Karneval statt“, berichtet Muth mit einem Augenzwinkern. „Aber ich habe den Jungs versprochen, dass wir unabhängig vom Ausgang der Endrunde in Lübeck gemeinsam Karneval feiern werden.“