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Regionalliga: Hockey: Für den DSD ist die Lage kompliziert

Regionalliga : Hockey: Für den DSD ist die Lage kompliziert

Düsseldorf. Bei der Nennung eines Saisonziels tut sich Tobias Bergmann ein wenig schwer. Das ist dem Spielertrainer von Hallenhockey-Regionalligist DSD nachzusehen. Denn in der dritthöchsten Spielklasse Deutschlands ist die Lage kompliziert.

„Wir peilen den Klassenerhalt an und wollen Freude am Spiel haben“, sagte Bergmann dann letztlich, um gleich anzufügen. „In dieser verrückten Liga liegen Nichtabstieg und Aufstieg aber sehr eng beieinander.“ Der Grund ist einfach: In Rot-Weiß Köln, dem Crefelder HTC und Uhlenhorst Mülheim spielen gleich drei Zweitvertretungen von Erstligisten in der Regionalliga. Als Bundesliga-Reserven dürfen diese Teams nicht in die 2. Liga aufsteigen. So kann der DSD theoretisch sogar als Vierter die Rückkehr in die 2. Liga schaffen.

„Wir haben eine junge Mannschaft und müssen uns in dieser starken Liga erst einmal beweisen“, sagte Bergmann, der die Erwartungen absichtlich dämpfen will. Bonn und Wuppertal sind zwei unangenehme Mannschaften. Dazu hat sich das Aufgebot der Grafenberger noch einmal verjüngt. Gleich acht Spieler werden beim Auftakt Sonntag (18 Uhr) bei der ETG Wuppertal jünger als 20 Jahre sein. Die allermeisten von ihnen entstammen der clubeigenen Nachwuchsabteilung. Erfahrene Spieler wie Frederik Wecker und Felix Koch genehmigen sich in dieser Hallensaison eine Auszeit. Spielertrainer Bergmann hat also kaum eine Wahl, vertraut seinen jungen Kräften aber, weil sie sich in der Vorbereitung auch auf verantwortungsvollen Positionen bewährt haben.

„Wir wollen uns taktisch entwickeln und unser Potenzial in den Spielen abrufen“, sagte Bergmann. Das Auftaktspiel in Wuppertal dürfte eine Partie mit richtungsweisendem Charakter werden. Die ETG ist der vermeintlich schwächste Gegner in der Regionalliga. Mit Prognosen hält sich Tobias Bergmann in dieser verrückten Spielklasse aber verständlicherweise lieber zurück.