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Hockey: Damen des DHC verschaffen sich ligaweit Respekt

Hockey: Damen des DHC verschaffen sich ligaweit Respekt

In Berlin gibt es eine knappe 2:4-Niederlage, in Braunschweig den ersten Saisonsieg.

Düsseldorf. Als die Hockeyspielerinnen des DHC am Sonntag Abend im Zug zurück nach Düsseldorf fuhren, dürften sie aus den Gesichtszügen ihres Trainers nicht wirklich schlau geworden sein. Nico Sussenburger war hin und hergerissen nach einem turbulenten Auftaktwochenende in der Bundesliga.

„Ich bin enttäuscht und gleichzeitig stolz“, sagte der Trainer des Aufsteigers. Der DHC nimmt drei Punkte aus den ersten zwei Saisonspielen mit. Bei Titelkandidat Berliner HC reichte es zu einem respektablen 2:4 (0:1). Am Sonntag gab es mit dem 3:2 (2:0) bei Eintracht Braunschweig dann den ersten Saisonsieg.

„Drei Punkte sind für den Anfang passabel. Aber wir sind so ehrgeizig, dass wir uns ärgern, mehr verpasst zu haben“, sagte Sussenburger, der an der Art und Weise der zwei DHC-Auftritte nichts auszusetzen hatte. Die junge Mannschaft zeigte trotz der geringen Bundesligaerfahrung — für viele Spielerinnen war es die Premiere im deutschen Hockey-Oberhaus — keinen Respekt vor den etablierten Erstligisten. Die Oberkasserlerinnen dominierten das Spielgeschehen. Sowohl gegen das Topteam aus Berlin als auch gegen Abstiegskandidat Braunschweig.

Nur in Sachen Torabschluss konnte Sussenburger nicht zufrieden sein. „Wir haben viel zu viel liegengelassen“, sagte der Trainer. „In dieser Hinsicht reicht es noch nicht für das Niveau in der ersten Liga — gerade bei Strafecken.“ Die Kritik konnte Sussenburger aber entspannt aussprechen, denn seine DHC-Spielerinnen haben die Konkurrenz und vielleicht auch ihren Trainer beeindruckt.

In Berlin hätte die Schlussphase mit ein wenig mehr Glück fast noch die Wende gebracht. Nach 0:2-Rückstand drehte der DHC in den letzten vier Minuten richtig auf. Carolin Keils und Luisa Steindors Treffer waren aber letztlich zu wenig, weil auch Berlin zwei späte Treffer gelangen.

Immerhin: Gegen Braunschweig münzte die Mannschaft ihre Überlegenheit früh in Tore um. Nach den Treffern von Elisa Gräve, Lisa-Marie Schütze und Darja Möllenberg führte der DHC bereits mit 3:0. Nur am Ende wurde es nach zwei Braunschweiger Toren sogar noch knapp. jawo