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Historisches Jahr für die Judoka des Post-SV​ Düsseldorf

Judo : Historisches Jahr für die Judoka des Post-SV

Überraschende Erfolge, früh erreichte Ziele und gleich drei Aufstiege. Die Judo-Abteilug des Post-SV ist drauf und dran, an ihre große Vergangenheit anzuknüpfen.

Wenn die Trainer, Betreuer und Aktiven der Frauen- und Männer-Mannschaften des Post-SV Düsseldorf ihr letztes Training im Jahr 2019 beendet haben, wissen alle Beteiligten, dass der Klub auf eins der erfolgreichsten Jahre im Düsseldorfer Judosport zurückblicken kann. Mit überraschenden Leistungen, früh erreichten Saisonzielen und gleich drei Aufstiegen.

Begonnen hatte alles für die beiden Teams in der NRW-Liga (3. Liga) im April dieses Jahres. Während die Frauen bereits ihr zweites Jahr in der 3. Liga angingen, war der Saisonstart für die Männer eine Rückkehr zu alten, erfolgreichen Zeiten. Nach dem Durchmarsch in der Oberliga im Jahr zuvor und dem damit verbundenen Aufstieg in die NRW-Liga war der vorläufige Höhepunkt der jüngeren Entwicklung erreicht.

Dabei kennt die Geschichte des Vereins auch andere Zeiten. Bis heute ist der Post-SV der letzte Deutsche Mannschaftsmeister aus NRW. Zudem waren die Postler auch die Sieger der ersten Mannschaftsmeisterschaft der 1969 neu gegründeten Bundesliga. Zwar jährte sich der historisch wertvolle Titelgewinn nun zum 50. Mal, doch so langsam geht es wieder bergauf. 2019 konnte der Post-SV alle selbst gesteckten Ziele erreichen: Bereits nach dem zweiten von vier Kampftagen hatte der Aufsteiger den Klassenerhalt in der 3. Liga sicher.

Der Doppel-Heimkampf war der Höhepunkt des Jahres

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Düsseldorfer Frauen ihre Hochphase schon hinter sich und orientierten sich seitdem immer weiter nach oben. Was umso überraschender war, wurde das Team doch erst 2015 — der erste Versuch nach dem gescheiterten Frauen-Projekt von 1991 — neu gegründet. Doch das hat die Judokämpferinnen nicht daran gehindert schnell durchzustarten. In den vergangenen vier Jahren haben sich die Postlerinnen jedes Jahr kontinuierlich verstärkt und weiterentwickelt. So war es auch dieses Jahr in der dritten Liga. Da kassierten die Düsseldorferinnen nur eine Niederlage. Die Belohnung war die Vize-Meisterschaft der NRW-Liga und der damit verbundene Aufstieg in die 2. Judo Bundesliga. Ein nie dagewesener Meilenstein für den Verein.

Der Höhepunkt des erfolgreichen Jahres war der gemeinsame Doppel-Heimkampf von Männern und Frauen, bei dem rund 250 Zuschauer und Aktive die heimische Halle an der Suitbertusstraße in Bilk besuchten und in einen regelrechten Hexenkessel verwandelten.

Mit den Erfolgen der beiden Topteams ist die Geschichte aber noch nicht beendet. Nach dem Abschluss der NRW-Liga war die 2. Männer-Mannschaft des Post-SV an der Reihe. In der Vergangenheit verblieb das Team stets in der Landesliga. Nie gab es die Möglichkeit, in eine höhere Liga aufzusteigen. Auch 2018 nicht, als die „Zweite“ nur knapp am Aufstieg in die Verbandsliga (5. Liga) scheiterte. Dieses Jahr lief es nun besser: Ohne nennenswerte Verletzungen blieb der Kader über die komplette Saison 2019 stabil. Bei nur einer Niederlage und einem Unentschieden konnte sich die Reserve des Post-SV die Vize-Meisterschaft der Landesliga und den Aufstieg in die Verbandsliga sichern.

Die Erfolgsgeschichte
soll im Jahr 2020 weitergehen

Zudem gingen die Judoka ein Projekt an, das sie noch nie gewagt hatten: die Gründung einer 3. Männer-Mannschaft. Hier lag der Fokus darauf, der Jugend zu den Übergang in den Erwachsenenbereich zu erleichtern, so konnten die eigenen Talente das Wettkampfgeschehen im Ligabetrieb kennenlernen und erste Erfahrungen sammeln. Und das taten sie: Bereits im ersten Jahr gewann das junge Team die Vize-Meisterschaft in der Bezirksliga und stieg in die Landesliga auf, die die 2. Mannschaft nun verlassen hat.

Ohne Frage geht nun ein erfolgreiches Jahr 2019 zu Ende. Die Verantwortlichen arbeiten schon mit Hochdruck daran, dass die Geschichte 2020 weitergeht und vielleicht der ein oder andere Erfolg dazu kommt.