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Hartkopf: „Glaube fest an den Klassenerhalt“

Hartkopf: „Glaube fest an den Klassenerhalt“

Der U 21-Nationalspieler ist davon überzeugt, dass der DHC trotz des vorletzten Tabellenplatzes auf dem richtigen Weg ist.

Für eine Überraschung sorgten zuletzt die Hockey-Herren des Düsseldorfer HC mit dem Sieg beim Crefelder HTC. Siegtorschütze und U 21-Nationalspieler Raphael Hartkopf spricht über die Hinrunde und seine persönliche Entwicklung.

Herr Hartkopf, wie wichtig war dieser Sieg für Sie und Ihr Team?

Raphael Hartkopf: Zunächst war der Sieg schon aufgrund der Tabellensituation enorm wichtig. Denn beim Abpfiff wussten wir noch gar nicht, dass der MSC auch gepunktet hatte. Insofern konnten wir nur so unseren Tabellenplatz festigen. Zum anderen war der Sieg auch wichtig für die Moral, wir wollen den Schwung mitnehmen. Als Aufsteiger stehen einem immer viele schwere Spiele bevor und man wird vielleicht erst einmal ein bisschen belächelt. Im Moment ist es aber so, dass anscheinend jedes Team mal punktet, auch unsere direkte Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt. Jeder Punkt ist entscheidend.

Wie zufrieden sind Sie generell mit dem Saisonstart Ihrer Mannschaft? Kurz vor Ende der Hinrunde steht der DHC auf dem vorletzten Tabellenplatz. . .

Hartkopf: Ich denke, dass es durchaus besser aussehen könnte, wenn unsere Leistungen konstanter gewesen wären. Sehr wichtig war der Sieg gegen den Münchner SC. Wir haben auch in einigen anderen Spielen gezeigt, was wir können, wenn wir an unser Optimum herankommen — wie zum Beispiel gegen Mannheim oder eben in Krefeld. Wenn wir das auf den Platz bringen, können wir immer etwas holen, und dann glaube ich auch fest an den Klassenerhalt.

Dazu muss der DHC aber noch mindestens ein Team außer München, das momentan Letzter ist, hinter sich lassen. Wer könnte das sein?

Hartkopf: Als Aufsteiger gelten wir und der Münchner SC natürlich erstmal als Abstiegskämpfer Nummer eins. Bei den anderen ist es schwer einzuschätzen. Nürnberg und den TSV Mannheim hat man sich vielleicht vorher noch ausgerechnet. Aber diese Teams haben gezeigt, dass sie nach einigen Jahren in der Bundesliga deutlich erfahrener sind. Zudem befinden sich momentan viele etablierte Mannschaft im Umbruch. Der UHC Hamburg hatte zum Beispiel viele Abgänge zu verzeichnen und beim Crefelder HTC haben viele ältere Spieler aufgehört. Es klingt natürlich erst einmal unwahrscheinlich, dass so feste Bundesligagrößen wie Hamburg oder Krefeld absteigen könnten. Aber durch solche Erfolge wie am vergangenen Wochenende gelingt es uns, auch diese Mannschaften unten mit reinzuziehen.

Wie wichtig ist für Sie als Junioren-Nationalspieler auch der Erfolg des Clubs?

Hartkopf: Ehrlich gesagt habe ich mir darüber noch nicht so viele Gedanken gemacht. Ich bin noch sehr jung, es war jetzt mein erstes Jahr in der U 21 und somit habe ich noch keinen Druck bezüglich des Schritts in den A-Kader. Außerdem bin ich vom Potenzial unserer Mannschaft überzeugt. Auf lange Sicht können wir wieder ein fester Bestandteil der Bundesliga werden.