Hane und Huß fahren zur U 20-WM

Hane und Huß fahren zur U 20-WM

Der Torwart und der Verteidiger der DEG wurden für das B-Turnier in Frankreich nominiert. Nicklas Mannes bleibt zu Hause.

Der Deutsche Eishockey-Bund hat große Ziele. Spätestens 2026 soll die Nationalmannschaft bei Olympischen Spielen sowie Weltmeisterschaften um Medaillen mitspielen können. Das wirkt arg vermessen mit Blick auf das internationale Standing des deutschen Eishockeys. Das kann sich allein strukturell nicht mit den Topnationen aus Nordamerika, Skandinavien oder Osteuropa messen, vom sportlichen Niveau in der Leistungsspitze ganz zu schweigen. DEB-Präsident Franz Reindl weicht trotzdem nicht von seinem Konzept ab, das er zu Beginn seiner Amtszeit 2014 „Powerplay 26“ getauft hat.

Damit es also in neun Jahren viele Erfolgsgeschichten zu erzählen gibt, ist vor allem die Generation gefragt, die heute an der Schwelle zum Profi-Eishockey steht — die Spieler der aktuellen U 20-Nationalmannschaft. Die sind momentan aber nicht mal erstklassig, vergangenes Jahr verpasste die Mannschaft von Trainer Christian Künast den Sieg bei der heimischen B-WM in Bremerhaven und damit den Aufstieg in die Riege der Topteams.

Nun steht die nächste Chance an. Von Sonntag, 10. Dezember, an bis zum Samstag danach, 16. Dezember, steigt die zweithöchste U 20-WM in den französischen Städten Courchevel und Meribel. Die Gegner sind Kasachstan, Österreich, Frankreich, Ungarn und Lettland. Das Ziel ist der Aufstieg in die A-Klasse.

Dabei helfen sollen zwei Spieler der Düsseldorfer EG: Hendrik Hane, der erst 17 Jahre alte Torhüter aus der Deutschen Nachwuchs Liga, sowie Verteidiger Johannes Huß. Der 19-Jährige gehört zu den Gewinnern der vergangenen Wochen. Wegen der vielen Verletzten in der Defensive der DEG-Profis erkämpfte sich Huß einen Stammplatz in der Deutschen Eishockey Liga. Zehn Spiele machte er zuletzt am Stück. Nicht nach Frankreich geschafft hat es hingegen Nicklas Mannes. Der ebenfalls erst 19 Jahre alte Verteidiger, der zuletzt bei den Profis spielte, wurde von Bundestrainer Künast aussortiert. bes

Mehr von Westdeutsche Zeitung