Handball: Zweitliga-Schlusslicht Rhein Vikings unterliegt Hagen

Handball : Rhein Vikings kassieren 13. Niederlage in Folge

Gegen Eintracht Hagen gibt es eine 23:28-Niederlage. Laut Geschäftsführer Daniel Pankofer hat der Klub trotzdem eine Zukunft — selbst wenn er in die 3. Liga absteigt.

Das von der Stadt Düsseldorf forcierte Handball-Projekt HC Rhein Vikings hat seine Negativserie in der zweiten Bundesliga weiter fortgesetzt. Auch gegen den nächsten Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt musste sich das Schlusslicht im Castello geschlagen geben. Die Mannschaft von Trainer Jörg Bohrmann verlor gegen den VfL Eintracht Hagen vor offiziell 803 Zuschauern mit 23:28 (12:17).

Ausgerechnet ein ehemaliger Düsseldorfer avancierte für die Gäste zum erfolgreichsten Schützen. Sören Kress erzielte an seiner alten Wirkungsstätte neun Treffer für die Westfalen und hatte maßgeblichen Anteil an der nächsten Niederlage der Vikings. Die hatten einen Start nach Maß erwischt und sogar 3:0 geführt, waren danach aber schnell mit 3:4 in Rückstand geraten. Zwar hielten die Vikings bis zum 7:7 mit, dann zogen die Hagener aber auf 17:10 davon und ließen auch im zweiten Durchgang nichts mehr anbrennen. Bei den Gastgebern fehlten das Aufbäumen sowie der Glaube an den Umschwung.

Auch wenn die Vikings den Trainerwechsel — Jörg Bohrmann löste Anfang Oktober Ceven Klatt ab — noch immer rechtfertigen, ist die Bilanz verheerend: Gegen Hagen saß Bohrmann zum elften Mal auf der Bank, zum elften Mal verließen die Neuss-Düsseldorfer das Feld als Verlierer. 0:22 Punkte lautet das erschreckende Zwischenfazit nach dem Trainerwechsel. Übergreifend verlor das Zweitliga-Schlusslicht sogar 13 Spiele in Folge. Und dennoch stellte Daniel Pankofer klar: „Jörg Bohrmann wird auch weiterhin unser Trainer bleiben“, sagte der Geschäftsführer, der gegen Hagen auf Wunsch der Mannschaft und des Trainers erstmals wieder als Spieler auf der Bank Platz nahm.

Bis zur WM-Pause stehen für die Vikings noch Spiele beim EHV Aue (15.12.) und gegen Bayer Dormagen (21.12.) sowie den Wilhelmshavener HV (28.12.) auf dem Programm. „Es wird immer schwieriger die Klasse zu halten. Bis Weihnachten müssen wir gegen die drei direkten Konkurrenten punkten und den einen oder anderen Sieg einfahren“, sagt Pankofer, der fest daran glaubt, dass das Projekt HC Rhein Vikings auch bei einem möglichen Abstieg in die 3. Liga weiter bestehen bleibt. Das sehen allerdings nicht alle so.

HC Rhein Vikings: Bozic, Moldrup – Gipperich (1), Hoße (4/4), Artmann (1), Pöter, Kozlina, Skorupa, Weis (1), Coric (6), Pankofer, Handschke, Bahn, Predragovic, Oelze (10), Görgen

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