Handball/ART: Lipperson-Zwillinge schaffen Sprung in dritte Liga

Handball/ART: Lipperson-Zwillinge schaffen Sprung in dritte Liga

Trainer Jens Sieberger setzt beim ART auf eigene Talente. Am Samstag kommt Dormagen zum rheinischen Derby.

Düsseldorf. In Ratingen haben sie das Handballspielen gelernt, beim ART Düsseldorf sind die 19-jährigen Zwillinge Lars und Tim Lipperson gereift und haben den Sprung in den Kader des Drittligisten geschafft. Am Samstag (19 Uhr, Halle Graf-Recke-Str.) treffen die Lippersons mit dem ART auf den Vorjahresmeister TSV Bayer Dormagen. Das Derby elektrisiert, eine volle Halle mit einer tollen Atmosphäre wird erwartet.

„Lars und Tim haben sich enorm weiter entwickelt“, sagt Jens Sieberger, der die Zwillinge bereits im dritten Jahr betreut. „Sie haben das große Handballtalent nicht in die Wiege gelegt bekommen, sondern sich ihre Stärken und Fähigkeiten hart erarbeitet. Man kann bei beiden sehen, welchen Weg man gehen kann, wenn man regelmäßig und intensiv an sich arbeitet.“

In der Saison 2011/2012 kehrten die Zwillinge aus Ratingen zum ART Düsseldorf zurück. Unter Jens Sieberger spielten sie zwei Jahre lang in der Jugend-Bundesliga Handball (JBLH), in der vergangenen Saison zog der ART-Coach die beiden in die 1. Herren-Mannschaft hoch. In Neuhausen feierten die Youngsters, die beim TV Ratingen mit dem Handballsport begannen, vor knapp drei Monaten mit den Rathern den Klassenerhalt in der 3. Liga.

Tim Lipperson hat sich in dieser Spielzeit schon mehrfach auszeichnen können. „In den Spielen gegen Neuss und in Duisburg habe ich aufgrund der Verletzung von Björn Thanscheidt viele Spielanteile bekommen“, erzählt der Linksaußen. „Ich bin sehr glücklich, welches Vertrauen mir unser Coach entgegen bringt. Das ist für mich enorm wichtig.“ Bei der SG OSC Löwen Duisburg steuerte er drei Treffer zum 29:27-Erfolg bei. Aufgrund seiner guten Leistung kann der Youngster darauf hoffen auch gegen Dormagen in der Startsieben zu stehen.

Sein Bruder Lars hat es im Rückraum aufgrund der größeren Konkurrenz deutlich schwerer. „Es ist nicht einfach Studium, Privates und Leistungssport unter einen Hut zu bringen“, sagt der 19-Jährige. „Da gehört viel Unterstützung, Vertrauen durch den Trainer und die eigene Einstellung dazu. Natürlich bin ich glücklich und stolz, den Sprung in den Drittligakader geschafft zu haben, um mich dort beweisen zu können.“

Gegen Dormagen sehen die Zwillinge den ART als Außenseiter. „Aber mit hartem Kampf ist eine Sensation nicht ausgeschlossen“, sagt Lars Lipperson. Sein Bruder ergänzt: „Wir können den Gegner nur mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung in den Griff bekommen.“

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