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Hallenhockey: Düsseldorfer HC kämpft um den Titel der A-Juniorinnen

Hallenhockey : DHC-Jugend kämpft um die Meisterschaft

Die A-Juniorinnen des Düsseldorfer Hockeyclubs sind an diesem Wochenende bei der Endrunde in Dortmund am Start.

Über Langeweile kann sich Nico Sussenburger derzeit nicht beschweren. Im Februar vergeht für den 39-Jährigen kein Wochenende ohne aufregende Spiele in irgendeiner Halle. Sussenburger ist als Trainer nämlich nicht nur für die Damen des Düsseldorfer Hockeyclubs verantwortlich, sondern auch für die „Weibliche Jugend A“, wie die Altersklasse offiziell heißt. Und mit beiden Teams war in diesem Monat einiges los: Allein an den ersten drei Wochenenden standen daheim die Westdeutsche Meisterschaft mit der A-Jugend (gewonnen), in Stuttgart die Deutsche Meisterschaft mit den Damen (Zweiter) und zuletzt in Den Haag der Europapokal mit den Damen (gewonnen) an. An diesem Wochenende wartet nun in Dortmund die Deutsche Meisterschaft mit der A-Jugend.

„Augen auf bei der Berufswahl“, sagt Sussenburger lachend. „Sicherlich wünscht man sich auch mal ein freies Wochenende, aber viel entscheidender ist es, dass wir es jedes Mal so weit geschafft haben und uns immer mit den Teams aus der Leistungsspitze messen dürfen. Jetzt freue ich mich einfach auf das abschließende Wochenende der Hallensaison.“

Läuft alles glatt, darf die DHC-Jugend am Sonntag das feiern, was sie in den vergangenen beiden Jahren bereits auf dem Großfeld gewonnen hat: den Meistertitel. Und die Chancen stehen nicht schlecht. Neben dem Großflottbeker THGC, dem UHC Hamburg und Rot-Weiss Köln gilt das Team aus Oberkassel als Favorit.

Neun Spielerinnen trainieren regelmäßig bei den Damen mit

Das liegt vor allem an der beeindruckenden Kadertiefe. Gleich neun nominelle A-Jugendspielerinnen trainieren regelmäßig bei den Damen mit. In Sara Strauß, Lilly Stoffelsma und Lisa Nolte gehören drei gar zu den Leistungsträgerinnen. Die immer besser funktionierende Jugendarbeit am Seestern freut Sussenburger natürlich, aber er weiß auch, dass das eine Gratwanderung ist. Spielerinnen wie Sara Strauß und Lilly Stoffelsma waren im Februar genauso gefordert wie ihr Trainer. „Da muss man aufpassen, dass man sie nicht verheizt. Die beiden brauchen nach dem Wochenende mal eine Pause.“ Anders verhält es sich bei Lisa Nolte, die jüngst krankheitsbedingt ausfiel und den Euroapokalsieg der Damen deswegen nicht auf dem Platz erlebte. Umso motivierter dürfte sie nun sein, die Hallensaison mit einem Titel abzuschließen.

Einfach wird das aber nicht. Was nicht bloß an der starken Konkurrenz liegt, sondern vor allem am Format des Turniers. Gleich acht Teams haben sich über ihre regionalen Vorrundengruppen (der DHC gewann seine) für die Endrunde in Dortmund qualifiziert, gespielt wird am Samstag in zwei Vierergruppen. Am Sonntag folgen die Halbfinals und das Endspiel. Das sind im Idealfall fünf Spiele an zwei Tagen.

Deswegen wird anstatt zweimal 30 nur zweimal 15 Minuten gespielt. „So sind schon viele Jugendmeisterschaften entschieden worden, weil ein Team verhaltener gestartet ist, 0:1 oder 0:2 zurücklag und es nicht mehr geschafft hat. Gerade bei dem Turnier ist es die Kunst, von der ersten Sekunde an da zu sein“, weiß Sussenburger. Seinem vor allem spielerisch starken Team kommt das eher nicht entgegen. „Es hat sich etabliert bei Jugendteams, viel Wert auf die Defensive zu legen, entsprechend eng sind die Spiele, weil man nicht über die physische Komponente punkten kann oder über die Dauer mit der technisch und taktisch besseren Mannschaft Vorteile hat.“

Meckern will er aber dennoch nicht: „Ich sehe uns da sehr gut aufgestellt“, sagt Sussenburger. Und freut sich auf ein paar freie Tage danach.