„Ich wünsche, dass es mit den Giants weitergeht“

„Ich wünsche, dass es mit den Giants weitergeht“

Basketball: Für Trainer Hansi Gnad war es eine härtere Aufgabe, als er es erwartet hatte.

Düsseldorf. Die Giants haben beim 71:72 gegen Göttingen zwar einen anständigen Kampf abgeliefert, die letzte Chance auf den Klassenerhalt in der Basketball-Bundesliga aber verpasst. Ohnehin hätte es selbst bei einem Sieg in diesem vorgezogenen Spiel nur noch zur Rettung gereicht, wenn Absteiger Paderborn am Samstag gegen Hagen gewonnen hätte. In den Katakomben entlud sich derweil das Donnerwetter von Trainer Hansi Gnad, der sein Team nach dem Trainerwechsel nur zu einem Sieg in acht Spielen führen konnte.

Die Abrechnung: Gnad über das letzte Saisonspiel: "Göttingen hatte am Ende das Selbstvertrauen, das uns während der Saison immer mehr gefehlt hat. Das Spiel war typisch für die ganze Saison: immer wieder dran, aber am Ende doch knapp verloren. Die Intensität von heute hätte ich gerne öfter in der Saison gesehen, dann wären wir jetzt nicht in dieser Situation."

Gnad über seinen ersten Abstieg: "Es ist deprimierend, es nicht geschafft zu haben, und es tut mir Leid für alle, die an diesem Projekt mitgearbeitet haben. Ich hatte gehofft, das Team umbiegen und umkrempeln zu können. Die Nuss war härter als erwartet."

Gnad über die fehlenden Emotionen: "Den meisten Spielern ist hoffentlich bewusst, was sie da angerichtet haben. Die Konsequenzen für die Stadt, die Sport-Fans und die Menschen in der ganzen Giants-Organisation sind brutal hart. Während der Saison haben einige Akteure dazu keine Einstellung gefunden."

Gnad über die Konsequenzen: "Wenn einige Spieler so weitermachen, werden sie keine gute Zukunft mehr haben. Damit kann man nicht zufrieden sein, und das werde ich den Spielern in den abschließenden Gesprächen auch sagen. Da wurde nicht so gearbeitet, wie es sein müsste."

Gnad über seine Zukunft: "Ich habe zwar noch nicht in meinen Vertrag reingeschaut, der noch ein Jahr laufen würde. Aber das hat sich durch den Abstieg wohl erst einmal erledigt, und ich werde zum Arbeitsamt gehen müssen wie jeder andere auch. Ich wünsche, dass es mit den Giants irgendwie weitergeht."

Mehr von Westdeutsche Zeitung