Giants sorgen wieder für beste Unterhaltung

Der Düsseldorfer Bundesligist gewinnt nach Verlängerung mit 90:87 gegen Trier.

Düsseldorf. Tom Spöler hätte sich wohl kaum träumen lassen, dass er als deutscher Giants-Basketballer mal den Vorzug vor Mannschaftskapitän Gordon Geib bekommt. Erst recht nicht, dass er nach sechs Bundesliga-Minuten bereits elf Zähler auf dem Konto haben würde. Darunter drei Dreier. Und am Ende gewannen die Düsseldorfer mit 90:87 (42:46, 76:76) nach Verlängerung gegen TBB Trier.

Da war der 20-Jährige zwar schon längst nicht mehr auf dem Feld, aber seine Mannschaft hatte beste Basketball-Unterhaltung abgeliefert, den ersten Heimsieg seit rund zwei Monaten geschafft und den Rückstand auf die Play-off-Plätze auf vier Zähler verkürzt.

"Ich bin vollkommen zufrieden mit einer starken Mannschaftsleistung", sagte Trainer Achim Kuczmann und sprach vor allem dem defensiv starken Logan Kosmalski und dem offensiv zunehmend stärker gewordenen Marc Antonio Carter ein Sonderlob aus. Wobei auch Spölers Trefferquote schon zu Beginn mitreißen konnte.

Zumal er schon vorher ein wenig überrascht sein durfte, erneut in der Anfangsformation zu stehen. Doch zum einen war der genesene Pete Campbell erst in den vergangenen Tagen ins Training zurückgekehrt, Brant Bailey saß nur verletzt auf der Bank, und Spöler hatte am Wochenende zuvor eine ansprechende Leistung gezeigt.

Dass er dafür am Sonntag in der Defensive manchmal schlecht aussah, lag vor allem an der Stärke und Erfahrung des beinahe doppelt so alten George Evans. So waren auch Todd Hendley und Logan Kosmalski sehr oft machtlos gegen den bulligen Trierer, der vor 2.630 Zuschauern genau das umsetzte, was Trainer Yves Defraigne vorher gefordert hatte: "Initiative übernehmen."

Trotzdem blieben die Giants dran, hatten bei 76:76 in der Schlussminute durch Carter - vor den Augen von Mama Jackie - die Chance auf den Sieg, mussten aber in die fünfminütige Verlängerung, die möglichst wenig Kraft gekostet haben sollte. Denn am Mittwoch steht schon die nächste schwere Aufgabe in Bamberg an.

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