Giants erhalten den Zuschlag für die Bundesliga

Giants erhalten den Zuschlag für die Bundesliga

Das Team wird in der Bundesliga spielen. Bremerhaven und Bamberg sind die ersten Gegner.

Düsseldorf. Die Giants sind gerettet und dürfen in der kommenden Spielzeit der Basketball-Bundesliga spielen. Die Vereinsvertreter der BBL hatten sich vergangene Woche auf ihrer Sitzung in Hamburg einstimmig dafür ausgesprochen, dem sportlichen Absteiger eine "Wildcard" zu erteilen. Allerdings mussten noch "wirtschaftlich belastbare" Verträge nachgereicht werden.

Geschäftsführer Claudio Di Padova hatte die Unterlagen persönlich beim Vorsitzenden des Gutachter-Ausschusses vorbeigebracht. Am Donnerstag wurde alles ausgewertet, Vorsitzender Alexander Reil (Ludwigsburg) bestätigte den Düsseldorfern die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Auf dieser Grundlage erteilte die Gesellschafterversammlung mit dem Präsidenten der AG Basketball-Bundesliga, Thomas Braumann, und einem Vertreter des Deutschen Basketball Bundes die Lizenz und vergab den 18. Startplatz an die Giants.

Liga-Boss Jan Pommer war beeindruckt: "Es war keine leichte Aufgabe, die die Verantwortlichen bewältigen mussten, noch dazu in einer kurzen Zeit." Dennoch sei es gelungen, solide wirtschaftliche Grundlagen für die Zukunft zu schaffen, und dies freue ihn für den Verein, die anderen Klubs und die Stadt. Basketball in Düsseldorf habe mit seinen vielen Vereinen, in denen zum Teil hervorragende Jugendarbeit geleistet werde, und seiner Tradition eine Zukunft verdient. BBL-Geschäftsführer Pommer kündigte aber an, dass die Giants unter besonderer Beobachtung der BBL-Gremien bleiben.

Die 45. Saison der Basketball-Bundesliga beginnt für die Giants Düsseldorf mit einem Auswärtsspiel am 1. Oktober beim Play-off-Halbfinalisten Eisbären Bremerhaven. Das erste Heimspiel ist für Freitag, 8. Oktober, gegen den Deutschen Meister Baskets Bamberg vorgesehen.

Bis dahin liegt also noch eine Menge Arbeit vor den Giants-Verantwortlichen um Di Padova: "Wir freuen uns sehr über die Entscheidung, denn in den vergangenen Wochen haben wir sehr hart dafür gearbeitet, unser Basketball-Projekt am Standort Düsseldorf erhalten zu können."

Der Druck auf den "Neustart"-Knopf bedeutet aber sicherlich auch eine Reduzierung der Arbeitsplätze in der Geschäftsstelle, nicht zuletzt muss eine neue Mannschaft gebildet werden. Zumindest haben die Giants schon einen neuen Trainer: Der Ex-Frankfurter Murat Didin hatte Kontakte zu türkischen Sponsoren vermittelt, wird in der kommenden Saison an der Seitenlinie stehen. "Mit Murat möchten wir ein junges und hungriges Team aufstellen, um das Düsseldorfer Publikum mit Kampf und Emotionen zu begeistern", sagt Di Padova.

Nach türkischen Medienberichten soll Didin den 32-jährigen Aufbauspieler Aubrey Reese aus Frankfurt mitbringen. Finanziert offenbar durch die "Gloria-Hotelgruppe" sowie Lebensmittelhersteller Yayla mit Sitz in Krefeld. Die Rettung des Projektes sei aber ohne die Unterstützung der Stadt Düsseldorf und ohne die Zusammenarbeit mit dem Insolvenzverwalter Horst Piepenburg nicht möglich gewesen, sagt Geschäftsführer Di Padova.