Geschäftsführer Di Padova : „Wir vertrauen Kuczmann“

Geschäftsführer Di Padova : „Wir vertrauen Kuczmann“

Vor dem Paderborn-Spiel stellt sich Geschäftsführer Claudio Di Padova hinter den Trainer der kriselnden Giants.

Düsseldorf. Die Erstliga-Basketballer der Giants Düsseldorf stecken tief in der Krise. Sechs von sieben Bundesligaspielen in diesem Jahr gingen verloren, mit den zwei Niederlagen beim Pokal-Endturnier am vergangenen Wochenende in Hamburg stehen sieben Pleiten in Folge zu Buche. Wir fragten vor dem heutigen BBL-Spiel gegen Paderborn bei Giants-Geschäftsführer Claudio Di Padova nach.

ClaudioDiPadova: Wir versuchen, das Glas halb voll zu sehen. Rein rechnerisch ist noch alles möglich, zehn Teams kämpfen um die zwei Plätze. Bis zum letzten Spieltag - das ist spannend für die Fans und anstrengend für uns Verantwortliche. Aber wir verschließen die Augen nicht vor der Wirklichkeit, haben schon immer nach oben und unten geschaut. Wir wissen, wo wir stehen.

DiPadova: Beim 62:83 gegen Bonn war die erste Hälfte gut, nach drei Dreiern gegen uns in Folge ist unsere Mannschaft eingebrochen. Das war bei den anderen Niederlagen zuletzt nicht so. Aber gleich am Tag darauf im Spiel um Platz drei sah es wieder besser aus. Das macht Mut. Schließlich sind wir nie deklassiert worden, und die Stimmung in der Mannschaft ist frei von gegenseitigen Schuldzuweisungen.

DiPadova: Achim Kuczmann war Nationaltrainer, Trainer des Jahres 2008 und hat über 30 Jahre Erfahrung. Wir haben Vertrauen in seine Arbeit und stehen voll hinter seiner Philosophie. Ein gutes Zeichen ist doch, dass Zack Whiting unbedingt zu ihm zurück wollte. Viele seiner Ex-Leverkusener Spieler würden gerne zurückkommen.

DiPadova: Richtig, zudem ist die Wechselfrist am 28. Februar abgelaufen.

DiPadova: Weil das Geld nicht da ist. Der Whiting-Transfer war ein Glücksfall, ihn haben wir "kostenneutral" verpflichten können, als Fred Peete uns verließ, und uns dabei auch noch sportlich mit dem besten Passgeber der vergangenen Saison verstärkt. Ansonsten passen Spielerwechsel gar nicht in die Trainer-Philosophie, er baut lieber auf eine eingeschworene Mannschaft.

DiPadova: Diese Zahlen werde ich nach wie vor nicht kommentieren. Bis Ende der Saison ist ja noch viel Zeit. Unsere Vermarktung läuft parallel zur Saison, da kann sich noch was tun. Natürlich hätten wir mehr Möglichkeiten, wenn wir mehr Geld hätten. Eine Lücke ist dadurch entstanden, dass wir weniger Firmen- und Vip-Kunden werben konnten als erhofft.

DiPadova: Zum einen sind wir neu in der Region. Vielleicht fällt es in zwei bis drei Jahren leichter. Zum anderen ist da die Wirtschaftskrise, wegen der viele mögliche Geldgeber zurückhaltend reagieren. Ich kann sie schließlich nicht an den Haaren in die Halle schleifen, sie sollten schon freiwillig kommen. Wir sind nach wie vor vom Potenzial und der Infrastruktur Düsseldorfs überzeugt, hier ist etwas möglich. Darum beneiden uns viele andere deutsche Klubs.

Das Spiel der Giants gegen Paderborn beginnt am Mittwoch, 19.30 Uhr, in der Karl-Hohmann-Straße.

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