Die Baskets blasen zur Jagd

Mit dem 84:73-Erfolg gegen Jena nehmen die Schützlinge von Murat Didin wieder die Tabellenspitze der „Pro A“ ins Visier.

Düsseldorf. Besser hätte das Spieljahr für die Zweitliga-Basketballer aus Düsseldorf Sonntag Abend in der „Pro A“ kaum enden können. Vor 543 immerhin stimmgewaltigen Zuschauern im heimischen Castello behielt das Team von Murat Didin im Verfolgerduell gegen die City Science Jena mit 84:73 (18:15, 17:16, 26:30, 23:12) die Oberhand und zog nach Punkten mit dem Tabellenzweiten BG Karlsruhe gleich.

„Fans und Mannschaft haben mir heute ein schönes vorweihnachtliches Geschenk gemacht. Dieser Sieg erweitert die ausgesprochen gute Basis, die wir im Jahr 2012 gelegt haben. Nun hoffen wir, darauf im kommenden Jahr aufbauen zu können“, sagte ein rundum zufriedener Baskets-Coach Murat Didin nach Spielschluss.

Die Vorzeichen vor dieser Begegnung sprachen eher für die Gäste aus Jena, die mit sieben Siegen in Serie im Castello antraten, während die Baskets zuletzt zwei Niederlagen in Folge zu verdauen hatten. Doch Murat Didin hatte sein Team sehr gut auf den Gegner aus Jena eingestellt. „Der Schlüssel zum Erfolg lag heute in unserer starken Leistung in der Defensive“, erklärte der Türke und lobte im Anschluss das konzentrierte Spiel seiner Schützlinge. „Unter den Körben haben wir heute sehr gut gearbeitet.“ Das galt vor allem für Patrick Flomo, der elf Rebounds einsammelte und nebenbei auch noch für 17 Punkte in der eigenen Offensive gut war, damit also wieder einmal für ein „Double Double“ sorgte.

In einer jederzeit spannenden Begegnung kam es allerdings auch auf die Treffsicherheit von Kendall Chones an, der sieben seiner acht Versuche aus dem Feld und fünf von sechs Freiwürfen versenken konnte. Die individuelle Klasse der Baskets zahlte sich im Schlussviertel dann aus, in das beide Teams mit einem Gleichstand (61:61) gegangen waren. Mit dem Sieg bleiben die Baskets dem Spitzenreiter aus Göttingen auf den Fersen und in der Jägerrolle.

Dass die Tabellenspitze im neuen Jahr aber nur mit neuem Spielerpersonal zu erklimmen ist, weiß auch der erfahrene Didin. „Wir stehen in Kontakt zu zwei deutschen Spielern, die wir gerne verpflichten würden“, sagte der Coach. Vielleicht bekommt der Trainer diese Wünsche ja schon zu Weihnachten erfüllt.

Mehr von Westdeutsche Zeitung