Der nächste Schock für die Baskets

Einspruch gegen die Lizenzverweigerung wurde abgewiesen.

Düsseldorf. Den „Tanz in den Mai“ konnten sich die Düsseldorf Baskets sparen. Am späten Dienstagnachmittag meldete die Basketball-Bundesliga die erneute Verweigerung der Spiellizenz für die kommende Saison. „Wir hatten schon den ganzen Tag auf die Entscheidung gewartet, und jetzt sind natürlich wieder sehr erschrocken“, sagte Trainer und Geschäftsführer Murat Didin.

Mit seinen Mitstreitern hatte er fristgerecht Einspruch gegen die erste Entscheidung eingelegt, nachdem der BBL-Lizenzligaausschuss am 17. April dem Zweitligisten wegen „nicht nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit“ die Teilnahmeerlaubnis verweigert hatte. „Nach der ersten Verweigerung haben wir alle nachgefragten Dinge schnell geliefert. Wir haben immer alles eingereicht, was von uns verlangt worden war“, sagte Didin.

Unter anderem seien angeblich unterschriebene Sponsorenverträge statt zuvor nur Absichtserklärungen nachgereicht worden. Didin erreichte die Nachricht im türkischen Istanbul, wo er wieder einmal zu Gesprächen mit möglichen Sponsoren weilte. „Der Widerspruch war aus Sicht des Gremiums nicht durchgreifend. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ist nicht nachgewiesen“, sagte BBL-Geschäftsführer Jan Pommer. Gemäß der Verfahrens- und Schiedsgerichtsordnung wird nun das BBL-Schiedsgericht tätig, das eine endgültige Entscheidung fällen wird, heißt es.

Didin und Co. geben sich auf jeden Fall kämpferisch. An seiner Seite weiß der Baskets-Macher die Sportrecht-erfahrenen Anwälte und Ex-Gesellschafter Alexander Schröder-Frerkes und Martin Schimke (Kanzlei „Bird&Bird“). „Es ist uns ein Herzensanliegen, Bundesliga-Basketball in Düsseldorf zu schaffen“, sagt Schröder-Frerkes und gibt sich ebenso optimistisch. „Jetzt kämpfen wir um die Lizenz, und wir werden es auch schaffen.“

Sobald Didin am Maifeiertag aus der Türkei zurückkehrt, werde man sich zusammensetzen. „Die genauen Gründe kennen wir noch nicht. Wenn wir davon Kenntnis haben, werden wir das Vorgehen besprechen“, sagte Didin, der gleichzeitig sein Team auf die zwei bevorstehenden Finalspiele um die Zweitliga-Meisterschaft am 3. und 5. Mai vorbereitet. „Wir werden jetzt stark bleiben, so wie wir auf dem Basketballfeld Stärke bewiesen und den Aufstieg geschafft haben. Alles zusammen wollen wir uns die Bundesliga-Teilnahme auf und außerhalb des Feldes erkämpfen, zur Not auch durch den Gang vor das Schiedsgericht.“

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