Baskets landen einen Zittersieg

77:74-Erfolg gegen Paderborn nach klarer Führung. Lizenz-Unterlagen eingereicht.

Düsseldorf. Die wichtigste Nachricht rund um die Baskets machte schon vor Beginn des Heimspiels gegen die Baskets Paderborn am Freitag die Runde durch das Reisholzer Castello. Im Gegensatz zum Vorjahr hat der Basketball-Zweitligist diesmal pünktlich die Unterlagen zur Teilnahme am Lizenzierungsverfahren für die erste Basketball-Bundesliga eingereicht.

Voraussichtlich am 17. April wird der Ausschuss über die Lizenzerteilung für die Saison 2013/2014 urteilen. Fällt das Urteil positiv aus, müssen die Mannen von Murat Didin auch noch den sportlichen Aufstieg folgen lassen.

Doch nicht nur außerhalb des Parketts erfüllten die Baskets am Freitag ihre Pflicht. Mit dem 77:74-Heimsieg über Paderborn machte der bereits für die Play offs qualifizierte Tabellendritte — wenn auch mehr schlecht als recht — auch den sportlichen Teil seiner Hausaufgaben. Dabei erwiesen sich die Gäste zunächst auch als dankbarer Partner für die Baskets, die sich den Frust der Pleite in Chemnitz von der Seele werfen wollten. Den Hausherren genügte ein solider Start, um mit 11:0 davon zu ziehen.

Mitte des zweiten Viertels führten die Hausherren nach Chris Gadleys Dunk schon mit 22 Zählern (43:21). Dem Liga-14. wollte bis dato so gut wie nichts gelingen. Doch die Schützlinge von Murat Didin wollten den 300 Zuschauern offenbar noch etwas Spannung bieten. Sie trafen nicht mehr aus dem Feld und leisteten sich einige technische Fouls.

Bis zur Pause verkürzte Paderborn auf 46:35 und ließ sich auch durch einen kurzen Zwischenspurt der Heimmannschaft im dritten Abschnitt nicht abschütteln. Gegen nun völlig indisponierte Baskets pirschte sich der Gast Schritt für Schritt heran. Fünf Minuten vor dem Ende roch es beim Stand von 67:64 plötzlich nach einer zu Beginn nie für möglich gehaltenen Wende. „Auch Terry“ Tzakopolous und Christopher Gadleys von der Freiwurflinie sowie Nico Adamczak mit zwei erfolgreichen Würfen aus dem Feld machten der Zitterpartie kein Ende.

Aus dem 74:65 machte Paderborn ein 74:74. Erst drei in Serie verwandelte Freiwürfe von Gary Johnson und Chris Gadley brachten die Entscheidung. Mit dem nicht überzeugenden Sieg im Rücken geht es für die Baskets am Sonntag nach Cuxhafen. Beim Tabellenvierten muss eine deutliche Leistungssteigerung her, ansonsten gehen Murat Didin und Co. an der Nordsee baden.

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