Baskets: ART könnte Lizenz übernehmen

Baskets: ART könnte Lizenz übernehmen

Vorsitzender Klaus Wischnitzki will den Profi-Basketball erhalten. Für das mögliche Aus der Baskets plant sein Verein vor.

Düsseldorf. Würden die Düsseldorf Baskets als Nachfolge-Club der Giants endgültig den Laden schließen und auf den Start in der 2. Basketball-Bundesliga verzichten müssen, hätte Klaus Wischnitzki eigentlich Grund zur Schadenfreude. Aber davon ist bei dem jetzigen Vorsitzenden des ART 77/90 Düsseldorf nichts zu spüren.

Im Jahr 2008 hatte der einstige Bundesligaspieler, spätere Trainer und Funktionär die Magics-GmbH auflösen müssen. Die Lizenz vom ART wanderte an den FC Bayern München.

„Zunächst finde ich es, egal was mal war, schade. Wie Murat Didin als Trainer es geschafft hat, Zweiter zu werden, imponiert mir schon. Er hatte als Coach erst ein paar Tage vor Saisonbeginn ein komplettes Mannschaftstraining“, sagt Wischnitzki.

Sein damaliger Zweitligist musste weichen, weil die damalige Stadtspitze die einstigen Leverkusener Giants samt deren Erstliga-Lizenz aufnehmen wollte. Die Stadt und Sponsoren zogen ihre bis dahin laufende Unterstützung von den ART Magics ab, stiegen beim neuen Bundesligisten ein und verpflichteten sich zur Unterstützung für drei Jahre.

Was eigentlich als gute Idee erschien, ging daneben. Nach zwei Jahren hatten die Funktionäre das Geld schon verbraucht, die erste Giants-GmbH um den Umzugs-Organisator Otto Reintjes ging in die Insolvenz, zudem stiegen die Giants auch sportlich ab.

Geschäftsführer Claudi Di Padova gab das Zepter an Murat Didin ab, der im Rahmen einer GmbH-Neugründung und per „Wild Card“ den Giants Düsseldorf ein drittes Jahr in der Bundesliga bescherte. Doch am Saisonende stand der sportliche Abstieg fest, für die Stadt hatte das Dreijahresprojekt damit offenbar ein Ende gefunden.

Murat Didin musste die Schulden stemmen, gleichzeitig einen Neuanfang probieren. Im vergangenen Sommer benannte sich das Team in Düsseldorf Baskets um, stets auch in der Hoffnung auf eine unbelastete Zukunft und einen möglichen Namenssponsor, schaffte den sportlichen Aufstieg, darf nun aber nicht in die BBL. „Wie es weiter geht, kann ich schlecht beurteilen. Dafür fehlen mir die Einblicke in das Konzept und Budget der Baskets“, sagt Wischnitzki, kündigt aber tatkräftige Unterstützung an: „Der ART ist jederzeit zu Gesprächen bereit, wenn es um den Erhalt des Basketballs in Düsseldorf geht.“

Man sei immer daran interessiert, dass es eine Bundesliga-Mannschaft gebe, egal ob in der ersten oder zweiten Liga. „Nur kann der ART das finanziell alleine nicht stemmen.“ Möglich sei eine Allianz aller Düsseldorfer Basketballvereine mit Federführung durch den ART, sagt Wischnitzki, falls die Baskets die Lizenz nicht nutzen würden.

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