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Basketball-Zweitligist erfüllt Auflagen der Liga

Basketball-Zweitligist erfüllt Auflagen der Liga

Am Sonntag soll der Klub mit dem Heimspiel gegen Vechta in die Saison starten. Trainer Didin hat den Kader komplettiert.

Düseldorf. Am kommenden Sonntag sollen die „Düsseldorf Baskets“ in die Saison der 2. Basketball-Bundesliga („ProA“) starten, doch bisher befanden sich kaum mehr als ein halbes Dutzend Spieler im Trainingsbetrieb der ehemaligen Giants Düsseldorf.

Die Suche nach einem Namenssponsor wurde zuletzt vertagt, an sichtbarer Werbung oder geplanten Saisoneröffnungs-Aktionen mangelt es. „Das spricht alles sicher nicht für einen bestens aufgestellten und gut organisierten Bundesligisten, so wie wir ihn uns wünschen“, sagt Nicolas Grundmann, Geschäftsführer der 2. Basketball-Bundesliga.

Sicher war bisher nur der Spieltermin gegen den SC Vechta am Sonntag um 16.30 Uhr im Castello.

Am Mittwoch präsentierte Trainer und Geschäftsführer Didin wenigstens die fünf weiteren Zugänge für den Zwölfer-Kader. Aus der vergangenen Saison sind Marin Petric, Patrick Flomo, Ceyhan Pfeil und Marc Liyanage weiter dabei.

Neu hinzu kamen bisher Kendall Chones (Citybaskets Recklinghausen), Gary Johnson (BV Chemnitz) und Marius Rutkauskas (Zalgiris Kaunas II). Der ebenfalls als Zugang gemeldete Brandon Griffin (Kirchheim Knights) entschied sich um, möchte lieber in seiner Heimat USA über die unterklassige „D-League“ auf eine Zukunft als NBA-Profi hoffen.

Dafür stoßen in diesen Tagen die deutschen Flügelspieler Sebastian Greene (TV Langen/ProB) und Nico Adamczyk (BG Göttingen) sowie die US-Amerikaner Dominique Johnson (New Texas/NCAA), Meneptha Darden (Glasgow Rocks) und Jelani Floyd (Florida Atlantic) dazu.

Die Personalplanungen seien damit vorerst abgeschlossen, so Didin. Denn finanziell sieht es alles andere als rosig aus. Zudem verloren die einstigen Giants Anfang der Woche einen Prozess vor dem Arbeitsgericht: Der ehemalige Pressesprecher Mark Kühn hatte auf Zahlung von vier ausstehenden Monatsgehältern sowie Fahrtkosten geklagt und Recht bekommen. Von der beklagten Partei war kein Vertreter erschienen.

Das Pikante an der Situation: Die Liga hatte die Lizenz nur auf Bewährung erteilt, verlangt regelmäßige Berichte und vor allem die Begleichung von Altschulden vor der Saison. Bisher hat die Liga—Leitung noch keine weiteren Maßnahmen ergreifen wollen.

„Die aufgrund des mit uns geschlossenen Vergleiches zu erstellenden Berichte wurden bislang fristgerecht geliefert, ebenfalls wurden entsprechende Sponsorenvereinbarungen vorgelegt“, sagt Geschäftsführer Grundmann. Didin und Co. geben sich jedenfalls optimistisch, am Sonntag starten zu können: „Wir haben bisher alle Versprechungen und Forderungen erfüllt und werden das auch weiterhin tun.“

Also auch dem Urteilsspruch nachkommen — denn das erwarte die Liga, sagt Liga-Geschäftsführer Nicolas Grundmann.